Rund 300 000 Teilnehmer

IG Metall weitet Warnstreiks aus

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IG Metall Kundgebung in München.

München - Die IG Metall hat die Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am Mittwoch ausgeweitet. Auch in andere Bundesländern wurde die Streiks intensiviert.

Die IG Metall hat ihre Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie intensiviert. Mit rund 60 000 Teilnehmern vom Mittwoch stieg die Gesamtzahl der Teilnehmer seit Ende der Friedenspflicht auf rund 300 000, wie die Gewerkschaft in Frankfurt berichtete. Die Arbeitsniederlegungen hatten am Donnerstag vergangener Woche begonnen und sollen fortgesetzt werden. Am Freitag beginnt in Nordrhein-Westfalen die dritte Verhandlungsrunde.

Schwerpunkt war an diesem Mittwoch das Tarifgebiet Bayern mit rund 25 000 Warnstreikenden. Allein bei Audi in Ingolstadt demonstrierten 13 500 Menschen für die Tarifforderungen nach 5,5 Prozent mehr Geld sowie arbeitgeberfinanzierten Modellen zur Alters- und Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber haben bislang für die bundesweit mehr als 3,7 Millionen Beschäftigten 2,2 Prozent mehr Geld angeboten. Der bayerische Arbeitgeberverband vbm kritisierte die fortgesetzten Warnstreiks: „Der Aufbau dieses Drohszenarios ist für die weiteren Verhandlungen wenig konstruktiv“, erklärte vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Leicht abweichende Ziele verfolgt die IG Metall bei den zeitlich parallelen Verhandlungen zum Haustarifvertrag bei Volkswagen, die am Mittwoch nach einer ersten Runde ergebnislos vertagt wurden. Auch hier will die Gewerkschaft 5,5 Prozent mehr Geld, zudem fordert sie mehr Lehrstellen und einen „Zukunftsplan gute Arbeit“.

dpa

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