"Handelsblatt": US-Investor fordert radikaleren Umbau bei Eon

+
US-Hedgefonds Knight Vinke war 2014 bei Eon eingestiegen, bevor Vorstandschef Johannes Teyssen seine neue Strategie verkündet hatte. Foto: Rolf Vennenbernd

Essen (dpa) - Der als streitbar bekannte US-Hedgefonds Knight Vinke fordert beim größten deutschen Energiekonzern Eon einem Medienbericht zufolge einen noch radikaleren Umbau.

Nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitag) verlangt die Investmentgesellschaft neben der schon geplanten Abspaltung des Großkraftwerksgeschäfts nun auch die Trennung von den regionalen Strom- und Gasnetzen. Das "Handelsblatt" beruft sich auf ein Schreiben von Fondschef Eric Knight an seine Anleger. Eon wollte dazu keine Stellung nehmen.

Der Fonds war 2014 bei Eon eingestiegen, bevor Vorstandschef Johannes Teyssen seine neue Strategie verkündet hatte. Bislang ist der Einfluss des Investors aber begrenzt.

Sein Anteil an Eon hat die meldepflichtige Schwelle von drei Prozent noch nicht überschritten. Aktivistische Investoren wie Knight Vinke wollen Einfluss auf die Geschäftspolitik von Konzernen nehmen. Oft drängen sie auf den Verkauf von Sparten, weil sie sich dadurch Wertsteigerungen erhoffen.

Für Eon-Chef Teyssen ist das Netzgeschäft ein wichtiger Bestandteil seiner Zukunftspläne. Es liefert verlässliche Erträge. Künftig soll es zudem verschmolzen mit dem Internet ganz neue Geschäftschancen eröffnen. Am 8. Juni sollen die Aktionäre die Neuausrichtung bei der Hauptversammlung endgültig beschließen. Geben sie wie erwartet grünes Licht, wird das bereits seit Jahresbeginn in der neuen Tochter Uniper gebündelte alte Kraftwerksgeschäft zusammen mit dem Energiehandel an die Börse gebracht.

Kommentare

Meistgelesen

Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen
Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen
Nach 38 Jahren: Air Berlin fliegt nicht mehr nach Mallorca
Nach 38 Jahren: Air Berlin fliegt nicht mehr nach Mallorca
Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen
Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen
Italienisches Nein zur Reform lässt Anleger kalt
Italienisches Nein zur Reform lässt Anleger kalt
Preissturz: So günstig wird das Fliegen mit Ryanair 2017
Preissturz: So günstig wird das Fliegen mit Ryanair 2017