Euro-Schwäche lässt Bilanz der Dax-Konzerne glänzen

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Börsenhandel in Frankfurt am Main: Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens EY stieg der Umsatz der Dax-Konzerne, die bislang Zahlen für 2015 vorgelegt haben, auf 726 Milliarden Euro. Foto: Alexander Heinl/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Der schwache Euro hat die Geschäfte der deutschen Börsenschwergewichte im vergangenen Jahr beflügelt.

Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens EY stieg der Umsatz der Dax-Konzerne, die bislang Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt haben, zusammengerechnet um 7 Prozent auf 726 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn (Ebit) der 18 Konzerne ging hingegen um 5 Prozent auf insgesamt 67,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück. Hauptgrund war allerdings der Rekordverlust der Deutschen Bank von 6,1 Milliarden Euro.

Die Mehrzahl der Unternehmen verzeichnete der Auswertung zufolge einen Gewinnzuwachs: 12 der 18 Konzerne legten zu. Den höchsten Anstieg erwirtschaftete demnach die Commerzbank mit einem Plus von 177 Prozent beim operativen Gewinn. In absoluten Zahlen lag der Autobauer Daimler mit mehr als 13 Milliarden Euro vorn.

Beim Umsatz schafften den Angaben zufolge bis auf BASF alle Unternehmen ein Plus (ohne Banken). Dabei profitierten die Börsenschwergewichte auch von der Euro-Schwäche. Sie macht Produkte "Made in Germany" auf dem Weltmarkt günstiger. Das kann die Nachfrage ankurbeln.

Zudem lässt der Wertverlust des Euro im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung in die Gemeinschaftswährung steigen. Von dem Umsatzplus von knapp 50 Milliarden Euro gingen EY zufolge 21 Milliarden auf Währungseffekte zurück. "Ein weiterer starker Wertverlust des Euro dürfte aber unwahrscheinlich sein, so dass die Unternehmen von dieser Seite keine Unterstützung mehr zu erwarten haben", sagte EY-Partner Thomas Harms.

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