Jahrestief

Dieselpreis: Es geht noch weiter nach unten

München - Zur Reisewelle an Weihnachten sind die Preise für Benzin und Diesel noch weiter gesunken. Der Dieselpreis fiel auf einen neuen Jahrestiefstand von bundesweit durchschnittlich 1,028 Euro pro Liter.

Dies teilte der ADAC am Mittwoch in München mit. Das seien 1,2 Cent weniger als in der Vorwoche. Auch der Preis für Benzin sank demnach, und zwar um 0,9 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Ein Liter Super E10 kostet im bundesweiten Schnitt laut ADAC derzeit 1,264 Euro.

Der Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffsorten ist damit wieder gewachsen und beträgt 23,6 Cent, wie der ADAC mitteilte. Die Differenz war zeitweise auf 18 Cent gesunken - im Sommer wiederum hatte sie bis zu 28 Cent betragen.

Der Anstieg zum Jahresende sei unter anderem auf das milde Winterwetter zurückzuführen, erklärte der ADAC. Die Nachfrage nach Heizöl sei schwächer als zu dieser Jahreszeit üblich, was den Druck auf den Dieselpreis erhöhe. Zudem sei der Wettbewerb bei Diesel intensiver als bei Benzin.

Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vergangene Woche vorgeschlagen, wegen der hohen Stickstoffdioxidbelastung in vielen Städten die deutlich niedrigeren Diesel-Steuersätze für Privat-Pkw auf das Niveau von Benzin anzuheben. Durch den geringeren Steuersatz gingen dem Staat nicht nur jährlich Milliarden von Euro Einnahmen verloren, sondern es werde ausgerechnet eine besonders schadstoffhaltige Antriebsart öffentlich gefördert, kritisierte das UBA.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Meistgelesen

News-Ticker: Merkel will Telekom-Hacker jagen
News-Ticker: Merkel will Telekom-Hacker jagen
Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen
Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen
„Trump-Effekt“? So bewerten Experten die Folgen der US-Wahl
„Trump-Effekt“? So bewerten Experten die Folgen der US-Wahl
Auslaufmodell: Philip Morris denkt über Ende der Zigarette nach
Auslaufmodell: Philip Morris denkt über Ende der Zigarette nach
Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen
Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen