Sieben Gewinntagen in Folge

Gewinnwarnung aus Autobranche stoppt Dax-Serie

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main - Sieben Tage in Folge ging es im Dax nur aufwärts. An diesem Dienstag dürfte diese Serie zu Ende gehen. Eine Gewinnwarnung in der wichtigen Autobranche und schwache asiatische Börsen drückten auf die Stimmung.

Der jüngste Höhenflug am deutschen Aktienmarkt ist vorerst vorbei. Auslöser der Kurssturz des Autozulieferers Leoni, der mit seinem pessimistischen Geschäftsausblick auch die Papiere der Wettbewerber in die Tiefe riss. Als Belastung hinzu kamen Kursverluste an den asiatischen Börsen.

Der Dax beendete damit seine Serie von sieben Gewinntagen in Folge und rutschte unter der Marke von 10 000 Punkten. Am frühen Nachmittag lag das Minus bei 1,61 Prozent auf 9956,93 Punkte.

Schon zum Wochenstart hatte der Dax an Dynamik verloren und sich nur noch knapp ins Plus gerettet. Es werde langsam spürbar, dass der deutsche Leitindex sein kurzfristiges Aufwärtspotenzial größtenteils ausgereizt habe, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.

Auch die anderen wichtigen Aktienindizes knickten am Dienstag ein: So fiel der MDax der mittelgroßen Aktienwerte um 2,06 Prozent auf 19 637,15 Punkte. Die Papiere des MDax-Mitglieds Leoni brachen alleine um mehr als 34 Prozent ein. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 1,73 Prozent auf 1725,64 Punkte nach. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand zuletzt ein Minus von 1,48 Prozent.

Bei Leoni war der Gewinn im dritten Quartal überraschend gesunken, woraufhin das Unternehmen sein Gewinnziel im Gesamtjahr aufgab. Im Sog des Kurseinbruches büßten auch die Papiere anderer Zulieferer deutlich an Wert ein. So sackten die Anteilsscheine von Continental, ElringKlinger, Dürr, Hella und Norma zwischen 2 und 7 Prozent ab. Der Börsenneuling Schaeffler verlor rund zweieinhalb Prozent an Wert.

Positiv überraschten indes die Geschäftszahlen von SAP. Europas größter Softwarekonzern verdiente im dritten Quartal operativ überraschend viel dank eines gut laufenden Geschäfts mit Mietsoftware in der sogenannten Cloud sowie mit klassischen Lizenz-Verkäufen. Die Anleger honorierten dies mit einem Plus von 5,34 Prozent auf 63,74 Euro - das bedeutete für SAP mit Abstand den Spitzenplatz im Dax.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,46 Prozent am Vortag auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,19 Prozent auf 139,83 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,10 Prozent auf 156,54 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg leicht: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1374 (Montag: 1,1373) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8792 (0,8793) Euro.

Kurse der Deutschen Börse

dpa

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