Wachstum gebremst

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2017

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt neben Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin zur Sitzung des Bundeskabinetts.

Berlin - Die schwächelnde Weltwirtschaft schlägt auf das Wachstum in Deutschland durch. Auch die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose für 2017.

Dennoch steuert Deutschland auf Höchststände bei der Beschäftigung zu.

Die Bundesregierung rechnet für das kommende Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum und hat ihre Prognose wie zuvor schon mehrere Ökonomen nach unten korrigiert.

In der am Mittwoch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin vorgelegten Frühjahrsprojektion wird für 2017 mit einem Konjunkturplus von 1,5 Prozent gerechnet. Im Oktober war noch ein Zuwachs von 1,8 Prozent erwartet worden. Für das laufende Jahr bleibt die Bundesregierung bei ihrem im Januar geschätzten Plus von 1,7 Prozent.

Prognosen gehen von Rekordbeschäftigung aus 

Trotz des abgeschwächten Wachstums wird auch für das nächste Jahr eine Rekordbeschäftigung von 43,9 Millionen Erwerbstätigen unterstellt. Die Zahl der Arbeitslosen dagegen dürfte angesichts "der schrittweise erfolgenden Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt" im nächsten Jahr im Schnitt leicht um 110 000 Personen auf 2,86 Millionen steigen.

Ökonomen und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten zuvor auch für dieses Jahr ihre Vorhersagen leicht nach unten korrigiert und dies mit der verhaltenen Weltkonjunktur und wachsenden Risiken begründet. Ein schwächeres globales Wirtschaftswachstum hat auch Auswirkungen auf die Exportnation Deutschland.

"Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird sich in diesem und im kommenden Jahr fortsetzen", erklärte Gabriel. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte hätten an Bedeutung gewonnen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft sei dadurch besser austariert und sorge auch bei Handelspartnern für positive Impulse, sagte der Vize-Kanzler mit Blick auf die Kritik, Deutschland tue zu wenig für die Binnennachfrage und den Ausgleich globaler Ungleichgewichte.

"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ausgesprochen gut", hieß es weiter. Die Beschäftigung steige kräftig und sorge bei spürbaren Lohnsteigerungen und stabilen Preisen dafür, dass die Menschen von der günstigen Wirtschaftsentwicklung profitierten. Daher sei er "zuversichtlich, die Herausforderungen im Zuge der Flüchtlingsmigration zu meistern", sagte Gabriel weiter.

Die Nettolöhne und -gehälter nehmen dieses Jahr der Prognose zufolge um 2,6 Prozent und im kommenden Jahr um 2,2 Prozent zu. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften aufgrund der guten Lohnentwicklung und der Rentenanpassungen in den Jahren 2016 und 2017 um 2,9 Prozent zulegen.

dpa

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