Sorgen im Weinbau

Bio-Winzer beklagen zum Teil riesige Ernteausfälle

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Viele Reben sind mit dem Falschen Mehltau befallen. Foto: Doreen Fiedler

In zahlreichen Weinbergen ernten Winzer derzeit keine prall gefüllten Trauben, sondern blicken auf vertrocknete Gerippe. Schuld ist eine Pilzkrankheit. Sie bringt vor allem Bio-Anbieter in Schwierigkeiten.

Oppenheim (dpa) - Viel Regen, viele Pilze und nicht ausreichend Pflanzenschutzmittel: Öko-Winzer beklagen in diesem Jahr teils riesige Ernteausfälle.

Pessimistische Schätzungen gingen von etwa 30 Prozent weniger Ökowein aus, sagte Andreas Hattemer, Vorstandschef von Ecovin, dem größten Verband ökologisch arbeitender Weingüter.

Manche Kollegen klagten sogar über Totalausfälle - und bräuchten nun dringend günstige Übergangskredite. Auch die konventionellen Winzer erwarten etwas weniger Wein als im langjährigen Durchschnitt, teilte das Deutsche Weininstitut mit.

Schuld an einem Großteil der Ausfälle ist der Falsche Mehltau, der in der Feuchtigkeit im Mai und Juni viele Rebstöcke befallen hat. Die konventionellen Winzer spritzen dagegen Kaliumphosphonat - ein Mittel gegen Pilze, das seit drei Jahren aufgrund einer EU-Verordnung im Bio-Weinbau nicht mehr zugelassen ist.

Immerhin hat das Wetter der vergangenen Wochen den Winzern in die Karten gespielt. "Der zweite Horror mit der Kirschessigfliege ist uns erspart geblieben", meinte Hattemer. Die kleine Fliege sticht dunkles Obst an und legt Eier hinein. Durch die enorm schnelle Vermehrung kann sie großen Schaden anrichten.

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