Verkauf von Nordsee-Gasförderung

Bericht: Eon machte drei Milliarden Euro Verlust

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Der Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen.

Düsseldorf - Deutschlands größter Energiekonzern Eon treibt angesichts hoher Schulden und schmerzhafter Verluste im vergangenen Jahr einen möglichen Verkauf seiner Nordsee-Gasförderung voran.

Das Unternehmen habe die Investmentbanker der Bank of America damit beauftragt, bei dem anstehenden Prozess beratend tätig zu werden, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise. Der Verkauf könnte Eon rund zwei Milliarden Euro bringen, hieß es. Eon lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Unternehmen ist mit rund 31 Milliarden Euro verschuldet. Anfang der Woche hatte Eon-Konkurrent RWE den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea an ein Konsortium des russischen Oligarchen Michail Fridman abgeschlossen. Kommenden Mittwoch (11.3.) legt Eon seine Jahresbilanz vor, bereits am Dienstag (10.3.) veröffentlicht RWE seine Zahlen.

Im Zuge des Ende 2014 angekündigten radikalen Strategiewechsels hatte Eon bereits mitgeteilt, das Fördergeschäft in der Nordsee auf den Prüfstand zu stellen. Der Konzern selbst will sich im kommenden Jahr aufspalten und dabei den gesamten Teil mit Kohle, Gas und Atom in eine neue Gesellschaft ausgliedern. In die abgespaltene Firma soll auch die Gasförderung in Russland integriert werden. Dort sieht Eon eine stärkere Marktposition als in der Nordsee-Förderung. Der Hauptkonzern will sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren.

Eon hatte bereits im November 2014 für das vierte Quartal 4,5 Milliarden Euro Abschreibungen zusätzlich zu den 700 Millionen Euro Wertberichtigungen aus den ersten neun Monaten angekündigt. Damit standen hohe Verluste für das Gesamtjahr praktisch fest. Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ (Donnerstag) soll unter dem Strich 2014 ein Verlust von rund drei Milliarden Euro stehen. Das schrieb die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.

Eon selbst stellt einen um Sondereffekte wie die Abschreibungen bereinigten Nettogewinn von 1,5 und 1,9 Milliarden Euro in Aussicht, 2013 waren es 2,1 Milliarden Euro.

dpa

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