Bei Siemens kaum Stellen für ungelernte Flüchtlinge

+
Wir werden nicht mehr ewig lange ungelernte Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen können", sagte Kugel der "Süddeutschen Zeitung". Foto: Sven Hoppe

München (dpa) - Siemens-Personalchefin Janina Kugel sieht die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt als langwierige Herausforderung. Mit der Digitalisierung gebe es einen klaren "Trend zu höherer Qualifikation.

Wir werden nicht mehr ewig lange ungelernte Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen können", sagte Kugel der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

Der Elektrokonzern habe 100 Praktikumsstellen geschaffen und 66 Flüchtlinge zur Vorbereitung auf eine mögliche Ausbildung in Förderklassen eingestellt. Nach Ausbildung und Qualifikation ergäben sich langfristig Impulse, "aber unser Fachkräfteproblem werden die Flüchtlinge auch nicht von einem Tag auf den anderen lösen".

In der digitalen Welt steige die Selbstverantwortung, Beruf und Privatleben seien schwerer voneinander abzugrenzen. "Übrigens müsste man auch mal die deutsche Arbeitsgesetzgebung überprüfen", sagte die Siemens-Personalchefin und kritisierte "die Vorschrift von Ruhezeiten von elf Stunden". Das sei in vielen Jobs unnötig und behindere flexible Arbeitszeiten. "Selbstbestimmung macht viele eher glücklicher und zufriedener und damit auch produktiver", sagte Kugel.

Kommentare

Meistgelesen

Frau findet unfassbare Notiz in einem Amazon-Paket
Frau findet unfassbare Notiz in einem Amazon-Paket
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Nach Tengelmann-Aus: Experten befürchten höhere Preise
Nach Tengelmann-Aus: Experten befürchten höhere Preise
Geldboten legen Arbeit nieder
Geldboten legen Arbeit nieder
VW verliert in Europa Marktanteile ein - Daimler legt zu
VW verliert in Europa Marktanteile ein - Daimler legt zu