Künftiger Hauptstadtflughafen

Air Berlin: Längeres BER-Nachtflugverbot wäre Rückschlag

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Ein Passagierflugzeug am Abend im Landeanflug auf einen Flughafen. Foto: Patrick Pleul

Air Berlin versucht gerade, mit neuer Strategie aus ihrer Dauerkrise herauszukommen. Dafür gibt es eine wichtige Voraussetzung. Die sieht Vorstandschef Pichler in Gefahr.

Berlin (dpa) - Air Berlin macht sich Sorgen über ein verlängertes Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen (BER) in Schönefeld. Die hoch verschuldete Fluggesellschaft arbeite "gerade mit aller Kraft an ihrer Zukunftssicherung.

Der neue Hauptstadtflughafen spielt für die weitere Entwicklung unseres Drehkreuzes eine zentrale Rolle", sagte Vorstandschef Stefan Pichler der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die weitere Beschneidung der Betriebszeiten des BER wäre für die Expansionspläne von Air Berlin ein herber Rückschlag", fügte er hinzu.

Die Diskussion über ein erweitertes Nachtflugverbot hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag wiederbelebt. "Wir wollen den Menschen mehr Nachtruhe verschaffen", sagte er im Sonderausschuss des Landtags und kündigte an, über die Nachtflugregeln neu mit dem Land Berlin und dem Bund verhandeln zu wollen. Beide sind wie das Land Brandenburg Eigentümer der Flughafengesellschaft.

Auf konkrete Zeiten für ein Nachtflugverbot wollte Woidke sich nicht festlegen. Nach dem Planfeststellungsbeschluss gilt für den künftigen Flughafen ein Flugverbot von Mitternacht bis 5.00 Uhr. Die Fluggesellschaft Air Berlin hatte Ende September angekündigt, sich im Zuge ihres Umbaus auf das Kerngeschäft mit den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf konzentrieren zu wollen.

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