Bilanz

Adidas nimmt Anlauf für neuen Fußball-Rekord

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Ein Schild am Firmensitz des Sportartikelherstellers adidas AG. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Adidas peilt 2016 ein neues Rekordjahr im Fußball an - trotz fehlender sportlicher Großereignisse in diesem Jahr. Die Diskussion um seine Nachfolge sieht Adidas-Chef Hainer gelassen.

Er habe seinen Vertrag vor eineinhalb Jahren bis zum Frühjahr 2017 verlängert, „damit der Aufsichtsrat genügend Zeit hat, um den besten Kandidaten fürs Unternehmen zu finden“, sagte der 61-Jährige bei einer Presserunde in Herzogenaurach. Es werde zwar in den eigenen Reihen gesucht, aber nicht ausschließlich: „Der Aufsichtsrat will auch gucken: Was ist am Markt da? Welche Typen gibt es? Was brauchen wir für unser Unternehmen an zusätzlichen Skills?“, berichtete Hainer.

Sobald ein Nachfolger für den Sportartikel-Konzern gefunden sei, müsse man sehen, „wie schnell der- oder diejenige kommen kann, denn ich gehe mal davon aus, dass die nicht zu Hause rumsitzen und warten, bis sie von uns angerufen werden“, sagte Hainer, der den Konzern seit 2001 führt. Er war im vergangenen Jahr stark unter Beschuss geraten, nachdem die Franken ihre Prognosen drastisch senken mussten und der Aktienkurs einknickte. Hainers Vertrag läuft im März 2017 aus, solange werde er auch im Amt bleiben. „Das ist überhaupt keine Frage“, betonte er.

2016 peilt Adidas ein neues Rekordjahr im Fußball an. Bereits im laufenden Jahr werde trotz fehlender großer Turniere ein ähnlich hoher Umsatz im Fußballgeschäft erreicht wie im Jahr der Weltmeisterschaft 2014, sagte Hainer. „2016 werde wir noch einen drauf setzen und zweistellig wachsen.“

Optimistisch stimmen den Konzernlenker die derzeit vollen Orderbücher, die Aufschluss über den Verlauf der ersten zwei Quartale des neuen Jahres geben. Diese seien so voll wie er es in den vergangenen 15 Jahren nicht gesehen habe, sagte Hainer. Insgesamt sollen Gesamtumsatz und Ergebnis im Konzern 2016 jeweils im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.

Aufwärtsgehen soll es auch im zuletzt schwächelnden Golfgeschäft. Adidas prüft einen Verkauf der Golfmarken Adams und Ashworth. Genügend Interessenten gebe es, sagte Hainer. Eine endgültige Entscheidung soll im ersten Quartal fallen. Das Eishockey-Geschäft soll entgegen anderslautender Medienberichte bis auf weiteres im Konzern bleiben.

dpa

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