Fitschen weist Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs zurück

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Der ehemalige Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann (r), gab als erster von fünf Angeklagten eine persönliche Erklärung ab. Foto: Sven Hoppe

München (dpa) – Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hat den Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren zurückgewiesen. "Ich habe in Zusammenhang mit dem Kirch-Verfahren zu keinem Zeitpunkt gelogen oder betrogen, sagte der Top-Banker vor dem Landgericht München.

Auch sein Vorgänger an der Spitze des größten deutschen Geldhauses, Josef Ackermann, und der ehemalige Aufsichtsratschef Clemens Börsig wiesen die Vorwürfe vor Gericht zurück.

Die Anklage wirft Fitschen, seinen Vorgängern Ackermann und Rolf Breuer sowie Börsig und einem weiteren Ex-Managern vor, nach einem gemeinsamen Tatplan vor Gericht die Unwahrheit gesagt zu haben, um Schadenersatzforderungen der Kirch-Erben abzuwehren.

Als erster gab Ackermann am Montag eine persönliche Erklärung ab. Darin betonte er, er habe in dem Prozess um Schadenersatzforderungen der Kirch-Gruppe vor vier Jahren nach bestem Wissen und Gewissen ausgesagt. Seine Aussage sei nicht mit den anderen Angeklagten abgestimmt oder eintrainiert gewesen. "Mir wurde nichts in den Mund gelegt." Der ehemalige Aufsichtsratschef Börsig sagte: "Eine wahrheitswidrige Aussage widerspräche mir total."

Auch die anderen Angeklagten hatten die Vorwürfe vor Prozessbeginn zurückgewiesen. Breuer will sich vor Gericht vorerst aber nicht äußern, kündigte sein Anwalt an.

Staatsanwaltschaft München zur Anklage im Fall Kirch

Deutsche Bank zum Vergleich mit Kirch

BGH-Abchrift Breuer-Interview zu Kirch

Vorstand Deutsche Bank

Vita Fitschen beim Bankenverband

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