Preisverleihung in Berlin

Rekord! Helene Fischer ist die Echo-Königin

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Beim "Echo 2016" hat Helene Fischer heute so viele Preise gewonnen, wie noch kein Künstler in der Geschichte des Musikpreises. 

Berlin - Helene Fischer knackt den "Echo"-Rekord: Beim "Echo 2016" hat sie ihre 16. Trophäe gewonnen. Mehr als alle anderen Künstler in der Geschichte des Musikpreises.

Helene Fischer hat am Donnerstag Musikgeschichte geschrieben. Beim "Echo 2016" wurde sie zur Künstlerin, die in der Geschichte des deutschen Musikpreises die meisten Trophäen gewonnen hat.: Insgesamt 16! In drei Kategorien konnte sie einen Preis gewinnen: "Album des Jahres", "Musik-DVD Blu-Ray national" und "Crossover". Nach der zweiten Trophäe "Musik-DVD/Blu-Ray national" überholte sie die bisherigen Rekord-Preisträger. Und dann gewann sie auch noch das "Album des Jahres" sowie den "Live-Act national" und machte die 16 komplett.

Zuvor hatten in der "Echo"-Historie nur drei Künstler mehr Trophäen gewonnen als Helene Fischer: Die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli, die Südtiroler Volksmusik-Gruppe "Kastelruther Spatzen" und der englische Dirigent Sir Simon Rattle hatten jeweils 13 Preise geholt. Helene Fischer holte mit dem Preis für "Musik-DVD/Blu-Ray national" ihren "Echo" Nummer 14. Sie konnte die Rekordmarke heute Abend im besten Fall auf 16 Trophäen erhöhen. Und der beste Fall ist eingetreten!

Kurios: Blickt man auf ihre Nominierungen in den einzelnen Kategorien, dann fällt auf, dass Helene Fischer beim Echo 2016 gegen die "Böhsen Onkelz" sowie gegen die bereits verstorbenen Künster Roger Cicero und Udo Jürgens antrat.

"Echo 2016": Die Kastelruther Spatzen" konnten Helene Fischer den Rekord nicht vermiesen

Die "Kastelruther Spatzen" hätten beim "Echo 2016" die Rekordmarke für Helene Fischer sogar noch höher hängen können. Die Südtiroler waren in der Kategorie "Volkstümliche Musik" mit ihrem Album "Heimat - Deine Lieder" nominiert - und hätten den 14. "Echo" in ihrer Bandgeschichte gewinnen können. Aber: Die Gruppe Santiano ("Von Liebe, Tod und Freiheit") holte den Musikpreis und die "Kastelruther Spatzen" gingen leer aus.

Heuer war Helene Fischer drei Mal mit ihrem Album "Weihnachten" nominiert. Da die Nominierten in den meisten Kategorien anhand der Verkaufszahlen ermittelt werden, standen ihre Chancen auf drei Trophäen sehr gut. 

Im Vorfeld der Preisverleihung kamen sogar Gerüchte auf, dass für den "Echo 2016" extra die Regeln geändert wurden, um zu verhindern, dass Helene Fischer noch mehr Trophäen kassiert. Denn: Neuerdings dürfen die Alben nur noch maximal zwei Jahre alt sein. Deswegen fällt Helene Fischers Album "Farbenspiel" dieses Jahr aus der Wertung, obwohl es auch 2015 zu den Top-Sellern zählte. Viele Fans hofften schon auf ein "Echo"-Triple, weil "Farbenspiel" bereits 2014 und 2015 als "Album des Jahres" ausgezeichnet wurde.  Der Bundesverband Musikindustrie, der den Musikpreis organisiert, dementierte bereits eine Verschwörung gegen Helene Fischer. Über die Regeländerung sei bereits im Herbst diskutiert worden. Die Richtlinien würden "grundsätzlich nicht für oder gegen einzelne Künstlerinnen und Künstler geändert - und vor allen Dingen nicht nach dem Ende des Bewertungszeitraums".

Vor "Echo 2016": "Weihnachten" von Helene Fischer wurde Rekordalbum

Übrigens hatte sich Helene Fischer bei den Jahrescharts 2015 selbst vom Thron verdrängt. Zwei Jahre hintereinander war "Farbenspiel" das erfolgreichste Album des Jahres in Deutschland. 2015 wurde ihr Album "Weihnachten" zum Rekordseller. 

"Weihnachten" wurde für Helene Fischer auch zu einem riesigen Quoten-Erfolg. Bei der TV-Ausstrahlung des (vorab aufgezeichneten) Konzerts im Dezember in der ARD schalteten mehr als 5 Millionen Zuschauer ein. Mit dem Film zum Konzert in der Wiener Hofburg holte sie beim "Echo 2016" auch in der Kategorie "Musik-DVD/Blu-Ray national" eine Trophäe. 

Helene Fischer: Vor dem "Echo 2016" wurde sie zur beliebtesten Sängerin gewählt

Ob das ein Omen für die Preisverleihung am Donnerstag in Berlin war? Wenige Tage vor dem "Echo 2016" wurde Helene Fischer wieder zur beliebtesten Sängerin Deutschlands gewählt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Klatsch-Zeitschrift "Neue Post" , die Ende März veröffentlicht wurde. Sie lag unangefochten mit 29 Prozent der Stimmen vor Volksmusik-Sänger Andreas Gabalier (15 Prozent) und der Gruppe "Santiano" (12 Prozent). Ob sich Helene Fischer über das Titelbild der "Neuen Post" freuen konnte, in der die Umfrage veröffentlicht wurde? Auf dem Cover spekulierte das Blatt über eine heimliche Hochzeit zwischen der Sängerin und ihrem Lebensgefährten Florian Silbereisen. Dazu vermeldete die Klatsch-Postille: "Plötzlich ist von Trennung keine Rede mehr". Ob sich Helene Fischer über solche Schlagzeilen freuen kann?

Einen "Echo"-Rekord des Vorjahres konnte Helene Fischer heuer nicht mehr knacken. 2015 holte sie vier Preise an einem Abend. Heuer kann sie bestenfalls einen Hattrick schaffen. In der Rekord-Kategorie "Die meisten 'Echos" an einem Abend liegt die Schlager-Königin übrigens gleichauf mit den "Toten Hosen". Die Punk-Band räumte 2013 in vier Kategorien ab. Vielleicht kann Helene Fischer diese Rekordmarke beim Echo 2017 knacken...

In diesen Kategorien kann Helene Fischer beim "Echo 2016" einen Preis gewinnen

In diesen Kategorien ist Helene Fischer beim "Echo 2016" nominiert

Album des Jahres:

  • Helene Fischer: "Weihnachten"
  • Adele: "25"
  • Sarah Connor: "Muttersprache"
  • Santiano: "Von Liebe, Tod und Freiheit"
  • Various Artists: "Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, Vol. 2"

Musik-DVD/Blu-Ray national:

  • Helene Fischer: "Weihnachten" (gewonnen)
  • Böhse Onkelz: "Nichts ist für die Ewigkeit – Live am Hockenheimring 2014"
  • Rammstein: "In Amerika"
  • Peter Maffay: "Niemals war es besser (Live)"
  • Udo Jürgens: "Das letzte Konzert - Zürich 2014 Live"

Crossover:

  • Helene Fischer: "Weihnachten" (gewonnen)
  • Roger Cicero: "Cicero Sings Sinatra – Live in Hamburg"
  • Bratislava Symphony Orchestra und Böhse Onkelz: "35 Jahre Böhse Onkelz – Symphonien und Sonaten"
  • David Garrett: "Explosive"
  • Gregorian Masters of Chant: "X - The Final Chapter"

fro

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