Vettel holt Bestzeit - Hamilton schon Fleißweltmeister

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya. Foto: Jens Büttner
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya. Foto: Jens Büttner
Vettel fuhr Bestzeit bei der ersten Testfahrt im neuen Auto. Foto: Jens Buettner
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Vettel fuhr Bestzeit bei der ersten Testfahrt im neuen Auto. Foto: Jens Buettner
Christian "Toto" Wolff und seine beiden Spitzenfahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Foto: Jens Buettner
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Christian "Toto" Wolff und seine beiden Spitzenfahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Foto: Jens Buettner
Mercedes-Pilot Lewis Hamilton fuhr in Barcelona als Erster auf die Strecke. Photo: Jens Büttner Foto: Jens Büttner
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Mercedes-Pilot Lewis Hamilton fuhr in Barcelona als Erster auf die Strecke. Photo: Jens Büttner Foto: Jens Büttner
Red-Bull-Chef Christian Horner stehen intensive Testfahrten bevor. Foto: Jens Buettner
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Red-Bull-Chef Christian Horner stehen intensive Testfahrten bevor. Foto: Jens Buettner
Nico Hülkenberg präsentierte seinen neuen "Force India"-Buliden. Foto: Jens Buettner
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Nico Hülkenberg präsentierte seinen neuen "Force India"-Buliden. Foto: Jens Buettner
Pascal Wehrlein (Manor-Team) fuhr seine ersten Runden als Formel-1-Pilot. Foto: Jens Buettner
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Pascal Wehrlein (Manor-Team) fuhr seine ersten Runden als Formel-1-Pilot. Foto: Jens Buettner

So schnell wie Sebastian Vettel ist bei den Tests in Barcelona kein anderer Formel-1-Pilot. Weltmeister Lewis Hamilton verdient sich aber Fleißpunkte. An seine beeindruckende Rundenzahl kommt niemand heran. Pascal Wehrlein sammelt seine ersten Eindrücke als Stammpilot.

Barcelona (dpa) - Selbst der sagenhafte Fleißweltmeister Lewis Hamilton ist zum Auftakt der Formel-1-Testfahrten in Barcelona an die Spitzenzeit von Sebastian Vettel nicht herangekommen.

Der Heppenheimer sicherte sich auf dem Circuit de Catalunya die erste Tagesbestzeit und schürte damit die Hoffnungen von Ferrari auf einen erfolgreichen WM-Kampf. "Der erste Eindruck ist gut, das war wichtig", sagte Vettel. "Zwei, drei kleine Dinge" hätten ihn jedoch von mehr Runden abgehalten.

Hamilton fehlte am Montag zwar eine knappe halbe Sekunde, doch mit 156 Umläufen dokumentierte der Brite die enorme Zuverlässigkeit seines Mercedes. Mehr als zwei komplette Grand-Prix-Distanzen spulte Hamilton auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs ab - so viele wie mit ganz weitem Abstand kein anderer Pilot. "Das ist nicht zu missachten, aber auch nichts Weltbewegendes", relativierte Vettel. Die Zeiten seien nun noch nicht besonders aussagekräftig.

Vettel hatte nach einem unspektakulären Übungstag in Spanien, an dem nur ein gebrochener Frontflügel an Romain Grosjeans HaasF1 für etwas Aufregung sorgte, 69 Runden auf seinem Konto.

Von solchen Zahlen konnte Debütant Pascal Wehrlein nur träumen. Mehr als drei Sekunden Rückstand hatte der Sigmaringer in seinem Manor am Ende als Neunter auf Vettel. Mit 54 Runden konnte er seinen neuen Wagen aber richtig kennenlernen. "Es hat Spaß gemacht", resümierte Wehrlein, der seinem Team "so viel Input wie möglich" liefern will. Hamiltons Stallrivale Nico Rosberg löst den Briten vorübergehend am Dienstag ab, Nico Hülkenberg muss sich mit seinem Force India noch bis Mittwoch gedulden.

Von seinem Status als Nummer eins der Branche will sich Mercedes nach zwei dominierenden Jahren nicht verabschieden. "Wir vertrauen unseren Leuten, aber wir haben stets einen 'Das Glas ist halb leer'-Ansatz", erklärte Motorsportchef Toto Wolff. "Wir bleiben bescheiden, mit beiden Füßen auf dem Boden, und geben alles."

Einbremsen will Wolff seine Piloten Hamilton und Rosberg auch künftig nicht. "Das haben wir in den vergangenen beiden Jahren so praktiziert und das werden wir in diesem Jahr so fortsetzen. Beide Fahrer sind Profis", versicherte Wolff. Mit zwei konkurrenzfähigen Fahrern im selben Team werde es aber "niemals einfach".

Reibungslos lief die offizielle Präsentation des neuen Silberpfeils ab. Kurz vor dem Testauftakt enthüllten Hamilton und Rosberg in der Boxengasse ihren neuen F1 W07. Breiter ist die Airbox, Teile der Lackierung im Heck deutlich dunkler als beim Vorgänger. Insgesamt wurden an dem neuen Silberpfeil Details weiterentwickelt.

Rosbergs drei Siege zum Saisonende 2015 machen Hamilton nach eigener Aussage "nicht besonders nervös". Es sei eher Motivation. "Es hat dafür gesorgt, dass ich dachte: "Okay, im nächsten Jahr wird Nico super schnell und super stark sein. Also muss ich sicherstellen, dass ich die Messlatte weiter anhebe.""

Schon sein Start war verheißungsvoll. Als Erster rollte Hamilton auf die Strecke, bis zur Mittagspause hatte er bereits 66 Runden auf dem Konto. Der Mercedes läuft - und wie!

Fast schon traumwandlerisch sicher spulte Hamilton sein Programm auch nach der Mittagspause ab. Die pure Motorstärke stand noch nicht im Fokus, dafür ist die Zuverlässigkeit schon beachtlich. Wehrlein fuhr während seiner Kennenlernphase mit dem neuen Wagen zunächst nur acht Runden, am Nachmittag nahm der 21-Jährige bei weiteren 46 Umläufen ordentlich Fahrt auf.

Die Frequenz eines Hamilton konnte Vettel 27 Tage vor der am 20. März in Melbourne beginnenden Grand-Prix-Saison nicht mitgehen. Dafür war er schon zur Tageshalbzeit fast eine halbe Sekunde schneller als der Brite. Mit seinem vielversprechenden Auftakt sendete Vettel ein Signal an Mercedes, dass die erste Fahrer-WM für die Scuderia seit 2007 in diesem Jahr endlich Wirklichkeit werden soll.

Rosberg will seinen Trend von 2015 indes fortsetzen. "Ich habe gezeigt, dass ich kämpfen kann, und ich habe gezeigt, dass ich zurückschlagen kann. Ich bin vollkonzentriert und fest entschlossen, dass dies mein Jahr werden kann", erklärte der gebürtige Wiesbadener.

Nico Hülkenberg war immerhin bei den offiziellen Presserunden der Erste. Der für Mittwoch eingeplante Force-India-Pilot peilt in diesem Jahr endlich den ersten Podestplatz seiner Karriere an. "Ich will mindestens das erste Podium erreichen", kündigte der Rheinländer an. Nach Rang fünf in der Konstrukteurwertung will Hülkenberg mit seinem Rennstall den WM-Dritten Williams ins Visier nehmen. "Mit denen auf Augenhöhe zu fahren, zu kämpfen", sei das Ziel.

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