Schwimm-WM

Start-Verzicht und Zoff mit Brasilianerin: Wirbel um Sun Yang

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Sun Yang verzichtete auf seinen Start.

Kasan - Aufregung um Doppel-Olympiasieger Sun Yang: Der chinesische Titelverteidiger trat am Schlusstag der Schwimm-WM in Kasan nicht zum Finale über 1500 m Freistil an.

Als Grund gab der Weltmeister über 400 und 800 m wenig später bei einer Pressekonferenz Herzprobleme an.

„Ich habe mich beim Warmschwimmen am Herzen unwohl gefühlt. Es tut mir leid, dass ich nicht starten konnte“, sagte Sun: „Es ist das erste Mal, dass ich Probleme mit dem Herzen habe.“ Er habe sich auch schon nach seinem Sieg über 800 m „nicht gut gefühlt“. Aufgrund seiner kurzfristigen Absage war der Vorlaufneunte Pal Jönsen von den Färöern als Ersatz ebenfalls nicht am Start.

Vor dem Finale soll Sun im Einschwimmbecken eine heftige Auseinandersetzung mit einer brasilianischen Schwimmerin gehabt haben. Das bestätigte der brasilianische Schwimmverband. „Das kommentiere ich nicht, weil es am Morgen war“, sagte Chinas Schwimmriese dazu.

Der Italiener Gregorio Paltrinieri, der in Abwesenheit des 23-Jährigen in der Europarekordzeit von 14:39,67 Minuten gewann, hatte nach dem Finale noch keine Erklärung für Suns Abwesenheit. „Keine Ahnung, er wird verletzt oder krank sein“, sagte der Europameister dem ZDF.

Das Sun in Kasan überhaupt an den Start gegangen war, war umstritten. Chinas Schwimmriese war im Mai 2014 positiv auf das verbotene Stimulans Trimetazidin getestet worden, aber nicht mit der üblichen zweijährigen Sperre belegt, sondern nur für drei Monate aus dem Becken verbannt worden. Als der Fall bekannt wurde, war die Sperre längst abgelaufen, und Sun hatte bei den Asienspielen schon wieder dreimal Gold gewonnen.

Ursprünglich hatte es der chinesische Verband sogar bei einer Verwarnung und einer Geldstrafe belassen wollen. Der Weltverband FINA war deswegen international in die Kritik geraten.

sid

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