Fish beendet Karriere

Titelverteidiger Cilic bei US Open weiter 

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Der Titelverteidiger ist eine Runde weiter. 

New York - Der Titelverteidiger ist bei den US Open weiter dabei. Marin Cilic musste sich zeitweise aber ordentlich mühen, um die dritte Runde zu erreichen.

Vorjahressieger Marin Cilic musste zwei Sätze lang ordentlich schuften, dann stand der Einzug des Titelverteidigers in die dritte Runde bei den US Open der Tennisprofis fest. Der Weltranglisten-Neunte aus Kroatien gewann am Mittwoch in New York 6:2, 6:3, 7:5 gegen den Russen Jewgeni Donskoi. Der Qualifikant ist derzeit zwar nur die Nummer 139 der Welt, bot aber stark Paroli.

„Ich habe in den entscheidenden Momenten gut gespielt“, sagte Cilic, für den sich vor einem Jahr mit dem ersten Grand-Slam-Titel ein Traum erfüllt hatte. „Jetzt muss ich ihn verteidigen. Das ist eine neue Situation, das versuche ich jeden Tag auf dem Platz zu genießen“, sagte der 26-Jährige.

Für den Amerikaner Mardy Fish endete mit dem Zweitrunden-Aus gegen den Spanier Feliciano Lopez die Tennis-Karriere. Der Olympia-Zweite von 2004 schlug bei einer 5:4-Führung im vierten Satz zwar zum Sieg auf, verlor aber noch 6:2, 3:6, 6:1, 5:7, 3:6 und litt am Ende unter Krämpfen. „Das war meine Chance, und ich habe mir einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, um das schlechteste Spiel des gesamten Tages zu spielen“, meinte er anschließend.

Fish war 2011 Weltranglisten-Siebter, musste später aber wegen Herzrhythmusstörungen lange pausieren. Der 33-Jährige berichtete offen über Panikattacken und wurde nach seinem letzten Match von den Fans gefeiert. Er hatte zuvor seinen Abschied nach diesen US Open angekündigt. In Flushing Meadows hatte er 2000 sein erstes Grand-Slam-Turnier bestritten.

„Es wird mir wahrscheinlich erst später bewusst werden, wenn es mir ein bisschen bessergeht“, sagte Fish nach dem mehr als dreistündigen Abschiedsmatch, bei dem eine Aufgabe für ihn nicht infrage kam. „Ich habe hier viele großartige Erinnerungen, viele Siege, tolle Freundschaften - das werde ich vermissen.“

Wichtig war dem Amerikaner allerdings auch, mit seinem Comeback in diesem Sommer eine Botschaft auszusenden. „Ich werde meine Story erzählen, wenn das anderen Leuten hilft, ist das schön. Man kann die Krankheit nicht besiegen, aber man kann wieder durch das Feuer gehen und einigermaßen hindurch kommen, das habe ich hier bei diesem Turnier gezeigt.“

dpa

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