Halbschwergewicht

Sieg nach Aufgabe: Brähmer bleibt Weltmeister

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Jürgen Brähmer (r.) boxt gegen Konni Konrad.

Dresden - Jürgen Brähmer bleibt Boxweltmeister im Halbschwergewicht. Der WBA-Champion gewann am Samstag vor 2500 Zuschauern in Dresden gegen den chancenlosen Kölner Konni Konrad durch technischen K.o. in der achten Runde.

Update vom 11.03.2016:  Deutsches Duell im Boxen - Jürgen Brähmer verteidigt am Samstag, 13. März 2016, seinen WBA-Titel gegen Eduard Gutknecht. So sehen Sie den WM-Kampf im live im TV und im Live-Stream. 

Für den Titelverteidiger war es der 47. Sieg im 49. Profikampf (35 K.o.). Der Schweriner besitzt den Titel des Verbandes WBA seit Dezember 2013 und hat ihn nunmehr fünfmal erfolgreich verteidigt. Sein Gegner aus dem Boxstall von Exweltmeister Felix Sturm musste im 25. Kampf die zweite Niederlage hinnehmen.

Brähmer war dem Herausforderer technisch total überlegen und dominierte den Kampf vom ersten Gong an klar. Bereits in der ersten Runde kassierte Konrad schwere Treffer des Titelverteidigers. Auch in der Folge war der Schützling von Trainer Karsten Röwer nie auch nur ansatzweise in Gefahr, seinen Titel zu verlieren.

Konrads zweite Karriere im Ring wurde damit schmerzlich gebremst. Der 30 Jahre alte Schützling von Trainer Magomed Schaburow hatte seine Laufbahn 2006 nach einer Niederlage für fünfeinhalb Jahre unterbrochen und in der Zeit bei der Kölner Müllabfuhr gearbeitet. Für den gebürtigen Montenegriner war es der erste WM-Kampf.

Weltmeister Brähmer will seinen nächsten Fight schon in zwei Monaten bestreiten. Gegner soll der unbesiegte IBO-Weltmeister Thomas Oosthuizen aus Südafrika sein. Als Austragungsort ist Monaco im Gespräch.

Streit um Feigenbutz-WM - WBA gibt Sturm erneut Titelchance

Um den angekündigten Weltmeisterschaftkampf von Profiboxer Vincent Feigenbutz ist ein Streit entbrannt. Der 19 Jahre alte Karlsruher sollte ursprünglich am 5. Dezember gegen den russischen Titelträger Fjodor Tschudinow um den WBA-Gürtel im Supermittelgewicht kämpfen. Damit hätte er jüngster deutscher Boxweltmeister werden können. Der Vertrag sei im Juli von Tschudinows Manager Wlad Chrjunow unterschrieben worden, sagte Promoter Kalle Sauerland Samstagabend in Dresden. In Sachsens Hauptstadt hatte der Schweriner Jürgen Brähmer seinen WM-Titel im Halbschwergewicht gegen den Kölner Konni Konrad erfolgreich verteidigt.

Nunmehr hat die WBA einen Rückkampf zwischen Tschudinow und dem Kölner Felix Sturm angeordnet, angeblich wegen des knappes Ausgangs des ersten Kampfes. Das Duell im Mai dieses Jahres hatte Tschudinow offiziell mit 2:1 Punktrichterstimmen gewonnen. Tatsächlich aber hätte der Russe wegen seiner Überlegenheit zum 3:0-Sieger bestimmt werden müssen. Selbst Sturm gestand damals ein: „Schlecht geboxt und verdient verloren.“

„Wir werden die Anordnung nicht akzeptieren. Wir haben einen Vertrag mit Tschudinow und werden kämpfen bis zum Letzten“, sagte Sauerland. „Vincent hat sich die Chance auf den Rekord verdient.“

Sturms PR-Manager Manfred Meier äußerte Zweifel an einen Vertrag zwischen Tschudinow und dem Sauerland-Stall. „Ich habe keinen Vertrag gesehen“, meinte er. „Feigenbutz ist 19 Jahre alt. Der soll erst mal zeigen, was er kann. Dann kriegt er auch mal eine WM-Chance.“

dpa

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