Weltcup in Are

Shiffrin mit Knieverletzung - Vlhova gewinnt Slalom

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Die Slowakin Petra Vlhova (Mitte) gewann den Slalom von Are vor Frida Hansdotter (l.) aus Schweden und Nina Loeseth aus Norwegen.

Are - Weltmeisterin Shiffrin war die große Favoritin beim Slalom von Are, dann aber verletzte sich die Amerikanerin im Training am Knie. Den Erfolg holte sich eine junge Slowakin.

Bei der Slalom-Entscheidung von Are war Mikaela Shiffrin schon ganz weit weg. Als sich die erst 20 Jahre Slowakin Petra Vlhova ihren ersten Erfolg im alpinen Ski-Weltcup sicherte, musste die amerikanische Ausnahme-Rennfahrerin am Sonntag noch um das Ausmaß ihrer Knieverletzung bangen. Bei einem Trainingssturz tags zuvor hatte sich die Olympiasiegerin und Weltmeisterin so schwer verletzt, dass ein Start in Schweden nicht möglich war. Sie flog zur Untersuchung nach Hause in die USA. Nach ersten Tests hoffte Shiffrin, nicht ganz lange auszufallen.

Wie die Dominatorin der ersten Technik-Rennen am Samstagabend via Facebook mitteilte, habe sie "mindestens eine Innenbandverletzung" und Knochenblessuren erlitten. Sie hoffe, dass bei einer genauen Kontrolle nicht noch weitere Verletzungen dazukommen.

Shiffrin war am Samstagmorgen beim Einfahren für den Riesenslalom gestürzt, den 71. Weltcupsieg ihrer Rekord-Landsfrau Lindsey Vonn bekam der Jungstar aus der Ferne mit. "Ich bin glücklich, dass es nichts Ernstes ist mit deinem Knie!", twitterte Vonn, die offenbar von keiner schwereren Blessur bei ihrer Teamkollegin ausging. Die Führende im Gesamtweltcup hatte in ihrer Karriere selbst schon mehrere Bänderrisse im Knie erlitten, darunter ein Kreuzbandriss. Beim Sieg von Vonn wurde Viktoria Rebensburg als beste Deutsche Elfte.

Shiffrin wäre nicht die erste prominente Skirennfahrerin, die in diesem Winter lange ausfällt. Im Oktober hatte sich die letztjährige Gesamtweltcup-Siegerin Anna Fenninger aus Österreich ein Kreuzband und eine Patellasehne gerissen. Sie muss die Saison zuschauen.

In Abwesenheit von Top-Favoritin Shiffrin konnten sich die junge Vlhova über ihren ersten Weltcup-Coup und die deutsche Mannschaft über einen elften Rang durch Christina Geiger freuen. Vlhova hatte vor Are nur ein Top-10-Resultat zu Buche stehen, nervenstark setzte sie sich nun vor Frida Hansdotter aus Schweden (+0,59 Sekunden) an deren 30. Geburtstag und der Norwegerin Nina Løseth (+0,65) durch.

Für die Auswahl des Deutschen Skiverbandes (DSV) sprang nach der Pleite jüngst in Aspen wieder ein vorzeigbares Ergebnis raus. "Das war ein Lebenszeichen der Frauenmannschaft", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. "Die sind nicht so schwach, wie sie sich gezeigt haben", ergänzte er im Rückblick auf zwei USA-Rennen, in denen nur ein Platz in den Punkterängen herausgesprungen war. In Are gelang auch Lena Dürr als 24. noch ein Rang unter den Top 30.

dpa

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