"Papa" Rosberg jagt "Adler-Mann" Hamilton

Außenseiter Vettel heiß auf Ferrari-Heimspiel

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Sebastian Vettel fährt seit dieser Saison für Ferrari.

Monza - Neu-Papa Rosberg nimmt die Jagd auf Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Hamilton in Monza auf. Ferrari-Star Vettel freut sich auf sein erstes echtes Heimspiel.

Seit Sonntag ist Nico Rosberg Mitglied im „Daddy“s Club„ der Formel 1, beim Großen Preis von Italien in Monza muss der Vize-Weltmeister nun beweisen, ob ihm die Geburt seiner Tochter bei der Jagd auf Lewis Hamilton Flügel verleiht. Der Weltmeister indes hat bereits neue Schwingen: Ein Adler ziert als jüngstes Tattoo die rechte Seite seines Halses.

Überhaupt schwebt Hamilton nach seinem Sieg in Spa wieder einmal über der Konkurrenz. `Unschlagbar“ nannte ihn Mercedes-Aufsichtsratsboss Niki Lauda, selbst Rosberg musste neidlos anerkennen, dass sein größter Rivale einen „großartigen Job“ gemacht hatte.

Hamilton selbst sieht sich im Titel-Zweikampf klar im Vorteil. Nico sei nicht schlechter geworden, aber er selbst habe in zahlreichen Bereichen zugelegt, erklärte der Engländer seine Dominanz in der Gazzetta dello Sport. Besser als die 28 Punkte Vorsprung in der WM-Wertung (227:199) verdeutlichen dies die zehn Pole Positions, die sich der Engländer in elf Rennen schnappte.

Entsprechend groß ist seine Vorfreude auf Monza. „Der Kurs ist unglaublich - sehr schnell, und die Fans gehören zu den leidenschaftlichsten, die es überhaupt auf der Welt gibt“, so Hamilton: „Bei einem Rennen in Italien werden für mich viele gute Erinnerungen wach, denen ich am kommenden Wochenende weitere hinzufügen möchte. Das ist mein Ziel.“

Sportlich muss Rosberg nach Spa noch einige Wunden lecken, sein Start „war nicht gut, das Rennen war definitiv eine Enttäuschung“. Allerdings erwartete er schon in Belgien jede Minute einen Anruf seiner hochschwangeren Frau Vivian und war sicherlich mit seinen Gedanken immer wieder in der Wahlheimat Monaco.

In Monza soll nun alles besser werden. „Ich weiß, dass ich mit diesem unglaublichen Auto jedes Mal auf die Pole fahren und das Rennen gewinnen kann. Nichts weniger ist mein Ziel“, so Rosberg, der sich nach Rang zwei im Vorjahr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke noch einmal steigern will: „Es war ein großartiges Erlebnis, im vergangenen Jahr auf dem Podium zu stehen. Dieses Mal möchte ich jedoch eine Stufe weiter oben landen.“

Heiß auf sein Heimrennen ist auch Sebastian Vettel. „Ich kann es kaum erwarten“, sagte der Heppenheimer, der erstmals in Rot und getragen von den enthusiastischen Fans auf die Traditionsstrecke geht. Bevor im Königlichen Park allerdings wieder die Motoren heulen, steht noch die Klärung des Reifenplatzers von Spa auf dem Programm.

Vettel hatte Hersteller Pirelli in Belgien heftig kritisiert und dafür nicht nur Applaus erhalten. Die Untersuchungen sind abgeschlossen, in Monza sollen die Ergebnisse präsentiert werden. Wie auch immer diese ausfallen, für Vettel muss es darum gehen, möglichst positiv in das Rennen zu gehen. Denn trotz „mehr Power“ ist seine Eva genannte Rote Göttin nur Außenseiterin.

Mit Monza verbindet Vettel vor allem wegen seines ersten Grand-Prix-Sieges 2008 mit Toro Rosso „großartige Erinnerungen und Gefühle“. Dass die Party nach einem Sieg mit der Scuderia noch eine Nummer größer ausfallen würde, ist Vettel durchaus bewusst. Dafür müssten allerdings „Daddy“ Nico und der Adler-Mann Lewis mitspielen.

sid

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