Russin für Olympia gesperrt

Laut ARD: Klischinas Dopingproben manipuliert

+
Auch bei ihren Dopingproben soll gepfuscht worden sein: Darja Klischina darf bei Olympia nicht starten.

Rio de Janeiro - Der Olympia-Ausschluss von Russlands Weitspringerin Darja Klischina schlägt hohe Wellen. Offenbar sind auch ihre Dopingproben manipuliert worden.

Nach Informationen der ARD sollen Doping-Proben der vor dem Olympia-Ausschluss stehenden Weitspringerin Darja Klischina in Russland entdeckt worden sein, die mutmaßlich illegal geöffnet wurden. Wie der TV-Sender am Sonntag aus Rio berichtete, wiesen die in einem Kühlschrank gelagerten Probenflaschen von ihr Kratzer auf. Dies habe die ARD aus sicherer Quelle erfahren. Zudem soll in den gefundenen Urin-Proben der Athletin die DNA von zwei verschiedenen Personen analysiert worden sein.

Möglicherweise hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF diese Informationen für die Entscheidung herangezogen, Klischina das Sonderstartrecht für die Olympischen Spiele wieder zu entziehen. Sie hatte dagegen Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt, der noch am Sonntag darüber entscheiden wollte.

Das Olympia-Startrecht hatte sie als einzige russische Leichtathletin erhalten, weil sie seit drei Jahren in den USA lebt und damit wie zunächst angenommen, nicht in das Doping-System ihres Landes eingebunden war. Die nun gefundenen Urin-Fläschchen könnten ein Beleg für das Gegenteil sein.

Wir halten Sie in unserem Olympia-Ticker rund um die Uhr über alle Ereignisse in Rio de Janeiro auf dem Laufenden.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Sky Sport News HD startet im Free-TV - mit FC Bayern live
Sky Sport News HD startet im Free-TV - mit FC Bayern live
Baby-Glück beflügelt Lewandowski
Baby-Glück beflügelt Lewandowski
Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 unter Druck
Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 unter Druck
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“