Finale verpasst

Deutsche Hockey-Damen spielen in Rio um Bronze

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harlotte Stapenhorst (links) gegen Margot Van Geffen.

Rio de Janeiro - Nach den Hockey-Herren haben auch die deutsche Damen den Einzug in das Finale bei den Olympischen Spielen nicht geschafft.

Auch die Hockey-Damen haben es nur ins kleine Finale geschafft. Einen Tag nach der bitteren Halbfinal-Niederlage der Männer gelang auch den Damen nicht der Finaleinzug. Gegen Topfavorit Niederlande verlor die Auswahl am Mittwoch in Rio unglücklich mit 3:4 im Penaltyschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Nach dem couragierten Auftritt kann der Weltranglisten-Neunte aber viel Selbstvertrauen mit in die Partie um Bronze nehmen, um dort erstmals nach Gold 2004 wieder eine olympische Medaille zu gewinnen. Am Freitag (17 Uhr MESZ) trifft das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders auf den Verlierer des zweiten Halbfinals zwischen Großbritannien und Neuseeland.

Dem London-Olympiasieger Niederlande lieferte der Außenseiter am Mittwoch einen großen Kampf. In der Schlussphase überstand Deutschland eine zweifache Unterzahl nach Zeitstrafen gegen Julia Müller und Pia Oldhafer. Torfrau Kristina Reynolds rettete ihr Team ins Penaltyschießen, als sie 94 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit mit dem Schläger auf der Linie parierte. Als insgesmat 14. Schützein entschied dann die Niederländerin Ellen Hoog die Partie.

„Bei allen Spielen, wo wir mussten, waren wir präsent. Unter Druck funktioniert die Mannschaft“, hatte Mülders vor der Partie gesagt. Damit sollte er Recht behalten, auch wenn es am Ende knapp nicht reichte.

Lisa-Marie Schütze (11. Minute) brachte die Deutschen per Strafecke in Führung. Die Düsseldorferin holte die Ecke selbst heraus und drückte den Ball dann im Anschluss an Julia Müllers gehaltenen Schuss über die Linie. Zuvor waren die Niederländerinnen mit ihrem ersten Strafeckenversuch an der deutschen Abwehr gescheitert. Die zweite Strafecke des Weltmeisters war jedoch erfolgreich. Maartje Paumen (16.) glich zum 1:1 aus.

Bitter für das Mülders-Team war, dass Verteidigerin Annika Sprink bereits im ersten Viertel nach einem Zweikampf verletzt liegen blieb und in der Pause humpelnd in die Kabine geführt wurde. Im zweiten Durchgang wurde Innenverteidigerin Nike Lorenz (20.) vom Schläger der Niederländerin Naomi van As am Kopf getroffen und musste nach einer Platzwunde minutenlang auf der deutschen Bank behandelt werden.

Durch das ebenfalls verpasste Damen-Finale muss der Deutsche Hockey-Bund (DHB) weiter um das Erreichen der Zielvorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes bangen. Diese fordern den Halbfinaleinzug der Damen und Herren sowie mindestens eine Medaille. Die Chance auf Edelmetall haben allerdings auch die Herren noch. Nach dem 2:5 im Halbfinale gegen Argentinien am Dienstag, treffen sie am Donnerstag (17 Uhr) im Bronze-Duell auf die Niederlande.

dpa

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