Hülkenberg trotz Widrigkeiten zuversichtlich

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Nico Huelkenberg will mit Force India den Favoritenschreck spielen. Foto: Szilard Koszticsak

Stuttgart (dpa) - Nico Hülkenberg droht in der Formel-1-WM eine Fahrt ins Ungewisse. Die ersten Tests verpasst und dann der neue Rennwagen erst spät fertig und noch nicht ausgereift.

Entmutigen lässt sich der Force-India-Pilot aus Emmerich deshalb trotzdem nicht, auch wenn er die dadurch entstandenen Nachteile nicht verharmlost. "Das ist natürlich nicht die ideale Vorbereitung und wird in den ersten Rennen nicht spurlos an uns vorübergehen", konstatierte Hülkenberg. "Wir müssen den Schaden gering halten."

Hülkenbergs Hoffnungen beruhen auf dem Mercedes-Antrieb und dem Toyota-Windkanal in Köln-Marsdorf. Dank Mercedes-Power sollen Schwächen in anderen Bereichen kompensiert werden. Und mit dem Windkanal für 60-Prozent-Modelle will das Team seine aerodynamische Entwicklung im Saisonverlauf optimieren.

Trotz der Ungewissheiten sieht Hülkenberg deshalb keinen Grund, Abstriche von seinen ehrgeizigen Saisonzielen zu machen. In seiner fünften Grand-Prix-Saison strebt der 27-Jährige endlich seinen ersten Podestplatz an, nach zwei vierten Rängen (2012 und 2013) als bislang besten Resultaten. Schließlich will er sich nachdrücklich für ein Top-Team empfehlen.

"Wir müssen dort anschließen, wo wir letztes Jahr aufgehört haben", forderte Hülkenberg. "Ich gehe davon aus, dass wir von Anfang an in der Lage sein werden, in die Top Ten zu fahren." Im Vorjahr glückte ihm das neunmal in Serie, ehe der erste Ausfall folgte. Mit fünf weiteren Platzierungen unter den ersten Zehn bewies "Hulk" eine beachtliche Konstanz. Das schlug sich auch in WM-Rang neun nieder, seinem bislang besten Gesamtergebnis.

Trotz aller Fragezeichen traut Hülkenberg sich und Force India zu, "eine Art Favoritenschreck" spielen zu können. Welches Potenzial in dem ehemaligen GP2-Champion steckt, bewies er mit seiner sensationellen Pole-Position in seinem Rookie-Jahr 2010 im Williams in Brasilien. Mangels Sponsoren verlor er sein Stamm-Cockpit dennoch.

Im Gegensatz zu damals hat Hülkenberg zur Formel 1 jetzt aber eine faszinierende Alternative. Force India erlaubte dem Rheinländer einen Start beim Langstrecken-Klassiker Le Mans. Außer den legendären 24 Stunden darf er für Porsche auch beim Langstreckenrennen in Spa-Francorchamps fahren. Bei den Tests im Prototypen konnte Hülkenberg zudem Fahrpraxis sammeln, auch wenn dies zwei verschiedene Motorsportwelten sind.

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