Konflikt beim DHB

DHB: Präsident Bauer wirft Vize Hanning Egoismus vor

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DHB-Vize Bob Hanning (l.) und Präsident Bernhard Bauer.

Berlin - Der angeblich seit langem schwelende Konflikt im Deutschen Handballbund scheint sich zu einem öffentlichen Flächenbrand zu entwickeln. Präsident Bernhard Bauer und sein Vize Bob Hanning entzweit offenbar nicht nur die Frage nach dem neuen Bundestrainer für die Frauen.

Eine halbe Woche nach der Handball-WM hat DHB-Präsident Bernhard Bauer die Arbeitsweise von Vizepräsident Bob Hanning scharf kritisiert. „Ich erwarte von Bob, dass er seine Teamfähigkeit verbessert“, wird Bauer in der aktuellen Ausgabe der Sport Bild zitiert. Der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) wirft Hanning, mit dem er im September 2013 gemeinsam an die Verbandsspitze gewählt worden war, Egoismus vor.

So habe Hanning, der gleichzeitig Geschäftsführer des Pokalsiegers Füchse Berlin ist, im Alleingang den früheren Nationalspieler Stefan Kretzschmar zum Frauen-Bundestrainer machen wollen. Hanning war am Mittwoch für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen zunächst nicht zu erreichen.

„Im Arbeitsalltag jedes Unternehmens und Verbandes tauchen - was ganz normal ist - immer wieder Reibungspunkte auf“, sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober in einer offiziellen Stellungnahme: „Wir werden das intern aufarbeiten und einen Weg finden.“

Bauer glaubt, dass sich Hannings Einzelaktionen negativ auf die Arbeit im DHB auswirken. „Wenn es so weitergeht, dann können wir die Ziele, die wir für den deutschen Handball haben, nicht erreichen“, sagte der 64-Jährige. Die deutschen Handballer hatten bei der WM in Katar nach einem furiosen Start und dem Einzug ins Viertelfinale Rang sieben belegt. Die Teilnahme an den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro kann die Nationalmannschaft nun noch über ein Qualifikations-Turnier realisieren.

dpa/SID

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