Zweitliga-Zusammenfassung

Fürth gewinnt Frankenderby - Erlösung für Fortuna

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Das Frankenderby war wie immer hart umkämpft und wurde erst in der Schlussphase entschieden.

München - Das Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg endet remis, Fortuna Düsseldorf setzt sich im Kellerduell gegen 1860 deutlich durch und Braunschweig ballert den FSV Frankfurt weg - die Zweitligazusammenfassung:

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Nürnberg 3:2 (1:1)

Herber Rückschlag für den 1. FC Nürnberg: Der Club verlor das prestigeträchtige fränkische Derby beim Erzrivalen SpVgg Greuther Fürth mit 2:3 (1:1) und ist nach der Fortsetzung seiner Negativserie gegen das Kleeblatt zurück in der Krise. Durch die Last-Minute-Niederlage im 259. Duell der ungeliebten Nachbarn steigt auch der Druck auf Trainer Rene Weiler. Fürth gelang dagegen nach vier Spielen ohne Sieg die Befreiung. Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck überholte den Erzrivalen FCN, dessen Trainer am Sonntag einen unschönen 42. Geburtstag erlebte, sogar in der Tabelle.

Guido Burgstaller brachte Nürnberg mit einem abgefälschten Schuss (7.) in Führung. In der 39. Minute sorgte Veton Berisha vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Ronhof für den verdienten Ausgleich. Tom Weilandt gelang in der 58. Minute das 2:1, stand bei seinem Schuss aber klar im Abseits. Nürnberg konnte durch Alesandro Schöpf noch einmal ausgleichen (85.), ehe der eingewechselte Sebastian Freis (90.+2) in der Nachspielzeit das umjubelte 3:2 erzielte.

Die frühe Führung brachte keine Sicherheit in die Aktionen der Nürnberger - im Gegenteil. Fürth übernahm die Initiative und war gegen die unsortierten Gäste klar überlegen. Goran Sukalo (11.), zweimal Berisha (15. und 32.), der sogar am leeren Tor vorbeischoss, sowie Weilandt versäumten zunächst den Ausgleich - ehe Berisha vor dem Wechsel doch noch zuschlug. Kurz nach der Pause war es erneut der agile Berisha, der nur den Pfosten traf. Nürnberg erhöhte nach dem Rückstand den Druck und verdiente sich den Ausgleich, blieb spielerisch aber erneut hinter den Erwartungen zurück.

Fortuna Düsseldorf - TSV 1860 München 3:0 (2:0)

Erlösung für Fortuna Düsseldorf: Der vor Saisonbeginn als Aufstiegskandidat gehandelte Zweitligist hat im sechsten Versuch seinen ersten Saisonsieg gelandet. Im Duell der kriselnden Traditionsvereine bezwangen die Rheinländer 1860 München mit 3:0 (2:0) und verließen durch ihren ersten Sieg unter dem neuen Trainer Frank Kramer die Abstiegsränge. 1860 bleibt sieglos und könnte am Montag sogar auf Platz 18 abrutschen. Ihlas Bebou (9.) und der stets gefährliche Didier Ya Konan (30. /66.) bestraften die häufigen Nachlässigkeiten in der Abwehr der Gäste. Die ersten beiden Tore bereitete Axel Bellinghausen stark vor. Mehrere gute Chancen der Sechziger vereitelte Fortuna-Torhüter Michael Rensing glänzend - beispielsweise nach gefährlichen Kopfbällen von Valdet Rama (4.) und Stefan Mugosa (28.).Ya Konan (49.) traf vor 24.970 Zuschauern für die Fortuna zudem die Querlatte (49.), Sercan Sararer (59.) den Pfosten.

1860 trat mit dem gerade erst von der Fortuna verpflichteten Spielmacher Michael Liendl an, der nach einer unauffälligen ersten Halbzeit ausgewechselt wurde. Die Gäste blieben auch danach ineffizient und defensiv anfällig. Den Gastgebern genügte es, die schon in den vergangenen Spielen vorhandenen Torchancen diesmal auch zu nutzen. In der 73. Minute war das Sportliche plötzlich Nebensache: 1860-Stürmer Rubin Okotie brach im eigenen Strafraum zusammen und lag regungslos am Boden. Er wurde vom Platz getragen, war aber bei Bewusstsein.

FSV Frankfurt - Eintracht Braunschweig 0:3 (0:1)

Eintracht Braunschweig hat seine Aufholjagd mit dem dritten Zu-Null-Sieg in Folge fortgesetzt. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht gewann am 6. Spieltag verdient mit 3:0 (1:0) beim FSV Frankfurt und kletterte vorerst auf den fünften Tabellenplatz. Ken Reichel (43.), Gerrit Holtmann (70.) und Mirko Boland (84.) sorgten für die Tore der Gäste, die nach einer Roten Karte gegen Nik Omladic (72.) die Schlussphase mit nur zehn Mann überstehen mussten.

Vor 5218 Zuschauern in Frankfurt hatte die Eintracht besonders in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, wurde aber erst kurz vor der Pause belohnt. Reichel, der schon beim jüngsten 6:0 gegen den Karlsruher SC doppelt getroffen hatte, erzielte nach schönem Zuspiel von Emil Berggreen sein drittes Saisontor. Die zuletzt ebenfalls zweimal in Folge siegreichen Hessen traten im Anschluss zwar energischer auf, agierten vor dem Tor aber viel zu harmlos. Die beste FSV-Chance resultierte dann auch aus einem Fauxpas der Gäste: Braunschweigs Berggreen schoss den Ball an die Latte (60.) des eigenen Tores. Wenig später machte Holtmann auf der Gegenseite alles klar. Der FSV blieb somit auch im siebten Duell mit der Eintracht ohne Dreier und liegt mit sieben Zählern weiter im Mittelfeld der Tabelle.

sid

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