Wolfsburger Frauen feiern DFB-Pokalsieg

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Die Wolfsburger Spielerinnen haben sich im Pokalfinale durchgesetzt. Foto: Carmen Jaspersen

Auf dem Weg zum dritten Titel im DFB-Pokal der Frauen hatte der VfL Wolfsburg mehr Mühe als erwartet. Außenseiter SC Sand wehrte sich mit großer Leidenschaft, am Ende gewann aber dennoch der Favorit mit 2:1.

Köln (dpa) - Siegtorschützin Zsanett Jakabfi und ihre Wolfsburger Mitspielerinnen feierten den erneuten Triumph im DFB-Pokal ausgelassen. Der unterlegene SC Sand genoss für einen couragierten Auftritt zumindest den Beifall des Publikums.

"Jeder Sieg ist schön, aber im Finale ist es etwas Besonderes. Da kommen viele Emotionen hoch", sagte Jakabfi, die beim 2:1 (1:1)-Erfolg des VfL Wolfsburg im Cup-Endspiel beide Treffer (7./80. Minute) für den Favoriten erzielte.

Jovana Damnjanovic hatte für Sand das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 markiert (27.) und musste nach dem Abpfiff mit den Tränen kämpfen. "Ich bin traurig, wir haben ein überragendes Spiel gemacht und hatten Chancen zu gewinnen", meinte Damnjanovic. "Wir haben ein tolles Spiel mit ganz viel Herzblut abgeliefert. Ich bin sehr stolz", erläuterte SC-Coach Alexander Fischinger.

Im "Abschiedsspiel" des Trainers, der wegen beruflicher Belastung seinen Rückzug nach dem Finale angekündigt hatte, war Sand lange ebenbürtig. Doch am Ende gelang Wolfsburg vor 16 542 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadion der dritte Pokalsieg nach 2013 und 2015 und die erfolgreiche Titelverteidigung.

Anschließend nahmen Bundespräsident Joachim Gauck, DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und Bundestrainerin Silvia Neid die Siegerehrung vor und übergaben den 60 cm großen Silber-Pokal an Wolfsburgs Spielführerin Nilla Fischer. Für VfL-Stürmerin Alexandra Popp war es bereits der fünfte Pokalcoup. "Wir haben das Ding geholt, alles andere ist egal", sagte die Nationalspielerin, die 2009 und 2010 den Cup mit dem FCR Duisburg holte.

Für Wolfsburg war das Match harte Arbeit. "Ich habe das ganze Spiel über gezittert. Sand war von der 15. bis zur 60. Minute präsenter. Das haben sie richtig gut gemacht", erklärte VfL-Trainer Ralf Kellermann.

Am kommenden Donnerstag kann der zweimalige deutsche Meister die Saison mit dem dritten Triumph in der Champions League nach 2013 und 2014 krönen. Gegner im Finale in Reggio Emilia ist wie vor drei Jahren der französische Meister Olympique Lyon. Fünf Tage vor dem Königsklassen-Endspiel in Italien präsentierte sich der VfL allerdings in keiner guten Form.

Wolfsburg versuchte im DFB-Pokal-Finale seiner Favoritenrolle direkt gerecht zu werden und übernahm zunächst die Spielkontrolle. Bereits in der 7. Minute nutzte Jakabfi die Überlegenheit, dribbelte sich durch die Abwehr des SC Sand und schloss ihre Einzelleistung aus acht Metern zum 1:0 ab. Wenig später verpasste es Babett Peter (15.) im Anschluss an eine Ecke, die Führung auszubauen.

Der SC Sand ließ sich nicht unterkriegen. Der Außenseiter, der im Halbfinale nahezu sensationell Meister Bayern München mit 2:1 bezwungen hatte, fand nach rund 20 Minuten seinen Rhythmus. Sand setzte auf schnelle Angriffe, die Wolfsburg Probleme bereiteten. Ein abgefälschter Schuss von Chioma Igwe (21.) strich nur knapp am VfL-Tor vorbei.

Besser machte es die frühere Wolfsburgerin Damnjanovic, als sie nach einem sehr guten Pass von Igwe Wolfsburgs Nationalkeeperin Almuth Schult keine Chance ließ und den Ausgleich für den Dorfclub aus dem südbadischen Willstädt erzielte. Der Außenseiter setzte auch im zweiten Abschnitt Akzente. Ein abgefälschter Schuss von Damnjanovic landete auf dem Tornetz (51.).

Wolfsburg konnte jedoch nach rund einer Stunde das Tempo in dem umkämpften Match wieder erhöhen. Jakabfi belohnte den Einsatz nach Vorarbeit von Isabel Kerschowski mit ihrem zweiten Treffer zum Sieg.

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