"Meine Arbeit hier ist erledigt"

Trainer Bielsa wirft in Marseille nach einem Spiel hin

+
Marcelo Bielsa hat als Trainer von Olympique Marseille nach dem Saisonstart hingeworfen. Foto: Guillaume Horcajuelo

Marseille - Marcelo Bielsa ist als Trainer von Olympique Marseille zurückgetreten. Der Argentinier gab seinen Schritt nach der 0:1-Heimniederlage gegen SM Caen zum Auftakt der französischen Fußball-Meisterschaft am Samstagabend bekannt.

Der ehemalige Nationalcoach von Argentinien und Chile begründete seine Entscheidung damit, dass er nach dem Auslaufen seines Vertrages immer noch keinen neuen Kontrakt besitze. "Ich kann diese instabile Situation nicht akzeptieren. Meine Arbeit hier ist erledigt, ich werde in mein Heimatland zurückkehren", sagte Bielsa nach der Partie.

Seine Entscheidung sei bereits vor dem Spiel gefallen, erklärte Bielsa. In der Vorwoche hatte er noch von einer Übereinkunft mit Clubchef Vincent Labrune gesprochen. Er bestritt, dass er den Verein verlasse, um eine andere Aufgabe zu übernehmen. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Bielsa werde neuer Nationaltrainer Mexikos. Der 60-Jährige hatte den einstigen Champions-League-Sieger Marseille seit 2014 betreut und in der vorigen Saison auf Rang vier geführt. Im Sommer ließ der Club mehrere Leistungsträger ziehen.

Die Spieler und OM-Präsident Labrune zeigten sich überrascht von Bielsas Rückzug. "Wir haben schon vor einigen Wochen eine Übereinkunft über die Verlängerung seines Vertrages erzielt", teilte Labrune in einer Erklärung mit.

Mitteilung auf Vereinsseite

Erklärung von Labrune

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Weinzierl lobt Schalker Talente nach 2:0 gegen Nizza
Weinzierl lobt Schalker Talente nach 2:0 gegen Nizza
"Erdbeben" im Sommermärchen 2006: DFB weist Vorwürfe zurück
"Erdbeben" im Sommermärchen 2006: DFB weist Vorwürfe zurück
Mainz 05 schmeckt das Europa-League-Aus nicht
Mainz 05 schmeckt das Europa-League-Aus nicht
Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Löw diplomatisch: "Russen müssen sich keine Sorgen machen"
Löw diplomatisch: "Russen müssen sich keine Sorgen machen"