Doppelpack und kesse Sprüche

Titel, Tore, Töne: Ibra feiert standesgemäßen Abgang

+
Zlatan Ibrahimovic mit Trainer Laurent Blanc.

Paris - Zum Abschied fühlt sich „Ibra“ wie Eroberer Julius Cäsar. Nicht ganz zu Unrecht: Mit Paris holt er zwölf Titel. Die Champions League bleibt ihm und PSG aber verwehrt.

Standesgemäßer Abgang für Zlatan Ibrahimovic: Nach vier Jahren bei Paris Saint-Germain hat der Fußballstar mit einem 4:2-Sieg im französischen Pokalfinale gegen Olympique Marseille, einem Doppelpack und kessen Sprüchen Abschied genommen. „Ich kam, ich sah, ich eroberte“, tönte der 34 Jahre alte Schwede nach dem Abpfiff am Samstagabend im Stade de France in Anlehnung an ein Zitat des römischen Staatsmanns Julius Caesar.

Blaise Matuidi (2. Minute), dann Ibrahimovic (47./Foulelfmeter/82.) und Edinson Cavani (57.) hatten vor 80 000 Zuschauern für den Sieger getroffen. PSG, bei dem Salvatore Sirigu anstelle des Ex-Frankfurters Kevin Trapp zwischen den Pfosten stand, feierte nach dem vierten Ligatitel in Serie das Double. Das Triple sogar, wenn man den Ligapokal hinzurechnet. Es war auch der zweite Gewinn der „Coupe de France“ nacheinander - und der zehnte insgesamt. Damit zog PSG in der Pokal-Siegerliste mit Marseille gleich.

„Das ist aber alles nicht genug, wir müssen nächste Saison mehr erreichen“, forderte Trainer Laurent Blanc. Was die Ölscheichs aus Katar, die im Club seit 2011 das Sagen haben, wirklich wollen, das weiß der Weltmeister von 1998 - und er sprach es auch unverblümt aus: „Wir wollen die Champions League gewinnen.“ In der abgelaufenen Saison kam in der Königsklasse erneut im Viertelfinale das Aus - gegen Manchester City.

Am Wochenende war an der Seine aber Ibra-Time: „Ibra Jubile“, stand groß auf Seite eins der Sportzeitung „L'Équipe“. Und „Le Parisien“ titelte: „Ibra kann nun unbeschwert gehen“. Auch Blanc lobte: „Dieser Monsieur ist ein Phänomen.“ Nach seinem 50. Saisontor wurde der Stürmer kurz vor Schluss unter Standing Ovations ausgewechselt. Eine verdiente Ehrung, denn mit Ibrahmovic gewann PSG zwölf Titel. In 180 Spielen für seinen Club traf er 156 mal.

„Das war ein tolles Abenteuer für mich. Ich habe kein Französisch gelernt, aber alles gewonnen“, sagte der Schwede. Auf Twitter hatte er schon vor dem Pokal bilanziert: „Ich bin als König gekommen, und als Legende gehe ich.“ Der Mann aus Malmö wechselt voraussichtlich zu Manchester United in die Premier League. Nur seine Frau Helena könnte den Deal noch platzen lassen. Das frühere Model wolle lieber in New York oder Los Angeles shoppen gehen, schrieb „The Sun“.

Mit Gonzalo Higuaín vom SSC Neapel wolle PSG gleichwertigen Ersatz holen, schrieb „L'Équipe“ am Sonntag. Der Argentinier erzielte in dieser Saison mit 36 Treffern einen Torrekord in der Serie A.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Bayer-Sportchef Völler: "Keine Verstärkung im Winter"
Baby-Glück beflügelt Lewandowski
Baby-Glück beflügelt Lewandowski
Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 unter Druck
Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 unter Druck
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“
FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“
Fußballjahr für Leverkusens Kampl beendet
Fußballjahr für Leverkusens Kampl beendet