DFB-Kapitänsamt?

Müller: "Ich brauche keine Binde"

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Thomas Müller bei der WM in Brasilien.

München - Mit dem Rücktritt Philipp Lahms aus der Nationalmannschaft wurde die Kapitänsbinde zur vorübergehenden "Waisen". Doch wer darf sich das Band künftig um den Arm binden? Einer will es gar nicht.

Bayern-Star Thomas Müller stellt nach dem Rücktritt von Philipp Lahm aus der Nationalmannschaft keine Ansprüche auf das Kapitänsamt. „Ich denke, da sind vor mir noch andere Kandidaten dran. Bastian (Schweinsteiger, Anm. d. Red.) war bisher Vize-Kapitän. Mit Manuel (Neuer) haben wir zudem einen sehr erfahrenen Torwart, der nicht umsonst die Nummer eins der Welt ist. Da brauchen wir uns alle keine Gedanken machen“, sagte Müller der „Bild“-Zeitung.

Die Aufgabe würde sich der Torjäger durchaus zutrauen. „Wobei ich nicht unbedingt scharf auf das Kapitänsamt bin. Ich brauche keine Binde, um positiv auf die Mannschaft zu wirken“, ergänzte Müller. Am 3. September bestreitet Deutschland in einer Neuauflage des WM-Endspiels gegen Argentinien in Düsseldorf sein erstes Länderspiel seit dem Triumph von Brasilien.

Mit Blick auf die Bundesliga glaubt Müller nicht zwangsläufig, dass der FC Bayern eine Weile brauchen werde, bis er bei 100 Prozent angekommen ist. "Aber es wäre eine logische Konsequenz nach der WM-Belastung", so Müller. Daher werde es beim deutschen Rekordmeister zu Saisonbeginn immer mal wieder Phasen geben, "in denen wir mehr über den Kampf und über den Willen kommen als über die spielerische Raffinesse", erklärte der 24-Jährige. Gewisse Abläufe bräuchten schlichtweg wieder ein wenig Zeit. 

dpa/tz

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