Beim Gastspiel an der White Hart Lane

Schock: Swansea-Profi Gomis bricht zusammen

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Bafétimbi Gomis wird mit einer Sauerstoff-Maske vom Feld getragen.

London - Den Fans stand der Schreck ins Gesicht geschrieben, doch für Swansea-Profi Gomis war alles halb so schlimm. Es war nicht das erste Mal, dass der 29-Jährige auf dem Rasen zusammenbrach.

Nach der Schrecksekunde an der White Hart Lane hob Bafétimbi Gomis kurz die Hand, dann wurde er mit einer Sauerstoffmaske auf der Nase ins Krankenhaus transportiert. Der Stürmer von Swansea City war am Mittwoch zu Beginn der Premier-League-Partie bei Tottenham Hotspur ohne Fremdeinwirkung bewusstlos zusammengebrochen und musste auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Es war nicht das erste Mal, dass der französische Fußball-Nationalspieler auf dem Rasen kollabierte.

Während der Schock Spielern, Trainern und Fans noch in den Knochen steckte, dachte der 29-Jährige in den Katakomben schon an die Rückkehr aufs Spielfeld. "Er wollte weiterspielen, aber das geht nach so einem Vorfall nicht. Wir mussten überprüfen, dass alles in Ordnung ist", sagte Swansea-Coach Garry Monk nach dem 3:2 für die Spurs. "Es herrschte Panik im Stadion, aber ich denke, es sah schlimmer aus als es war."

Viele Beobachter wurden mit Schrecken an den 17. März 2012 erinnert. Damals erlitt Profi Fabrice Muamba während eines FA-Cup-Spiels mit Bolton an der White Hart Lane einen Herzstillstand. Fünf Monate später beendete der Kicker seine Karriere.

Davon ist Gomis weit entfernt. Seit er 14 Jahre alt ist, hat der Profi in seiner Laufbahn immer wieder mit Ohnmachtsanfällen zu tun. Bei Olympique Lyon war er sogar zweimal in einer Woche kollabiert. Noch am Mittwoch schrieb der Franzose bei Twitter: "Ich möchte versichern, dass ich okay bin. Es kommt vom Stress und der Müdigkeit, die ich spüre, weil es meinem Vater gesundheitlich nicht gut geht und ich deshalb oft nach Frankreich reise."

Coach Monk war bei der Verpflichtung des Angreifers im vergangenen Sommer klar, dass es bei ihm jederzeit zu einem solchen Anfall kommen kann. "Es ist ein Teil seiner Geschichte. Wir waren deswegen auch mit seinen vorherigen Clubs in Kontakt. Er hatte jeden Gesundheitscheck, den man haben kann", meinte der 35-Jährige. "Wenn Fußball ein besonderes Risiko für ihn wäre, würde er nicht spielen. Er kennt sich besser als jeder andere."

Sichtlich betroffen reagierte Spurs-Coach Mauricio Pochettino auf den Zusammenbruch des Franzosen: "Wir waren sehr besorgt. Es geht um sein Leben. Fußball ist nicht wichtig, wenn so etwas passiert".

dpa

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