28. Bundesliga-Spieltag

Schalke blamiert sich gegen Ingolstadt, Hannover vor dem Abstieg

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Das ging schief: Gegen Ingolstadt setzte es eine 3:0-Niederlage.

München - Am 28. Spieltag der Bundesliga machen Ingolstadt und Hamburg Riesen-Schritte in Richtung Klassenerhalt - für Hannover dürfte der Zug abgefahren sein. Weiter auf Meisterkurs sind die Bayern.

Liga-Neuling FC Ingolstadt hat sich den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga praktisch schon gesichert und den Champions-League-Ambitionen von Schalke 04 einen Dämpfer verpasst. Die eiskalten „Schanzer“ bezwangen die harmlosen Gäste am Samstag vor 15.200 Zuschauern mit 3:0 (2:0) und haben sechs Spieltage vor Saisonende mit 36 Zählern schon neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Letztmals stieg in Arminia Bielefeld 2002/03 ein Verein mit 36 Punkten aus der deutschen Eliteklasse ab.

Moritz Hartmann (29. Minute/Foulelfmeter) mit seinem achten Saisontor und Lukas Hinterseer (45.+2) mit seinem fünften Treffer in Serie verschafften den zuvor in fünf Spielen sieglosen Ingolstädtern die komfortable Pausenführung. Dario Lezcano (65.) machte dann den höchsten Bundesligasieg des Aufsteigers perfekt. Die Schalker müssen mit 44 Punkten im Kampf um die Champions League unbedingt aufdrehen - nächste Woche wartet Bayern-Herausforderer Borussia Dortmund.

Hamburg marschiert Richtung Klassenerhalt

Auch der HSV machte beim hoffnungslos abgeschlagenen Tabellenletzten Hannover 96 einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt: Das Team von Trainer Bruno Labbadia siegte am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei den Niedersachsen mit 3:0 (0:0) und verschaffte sich mit nun 34 Punkten ein Polster auf die Gefahrenzone. Die Niedersachsen, die zum Ende der Partie von den eigenen Anhängern ausgepfiffen wurden, befinden sich dagegen nur noch auf Abschiedstournee in der ersten Liga. Unter dem früheren Meistertrainer Thomas Schaaf setzte es die zehnte Pleite im elften Spiel. An ein Wunder glaubt an der Leine wohl niemand mehr, der Ligaverbleib wird angesichts von nur 17 Punkten immer mehr zur Utopie. Innenverteidiger Cleber traf nach einer Ecke von Aaron Hunt per Kopf zum 1:0 für den HSV (61.), was zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelhaft war. Die 96er hatten das Geschehen bis dahin bestimmt, aber die letzte Entschlossenheit vor dem Tor von HSV-Torwart Rene Adler vermissen lassen. Ivo Ilicevic (73.) und Nicolai Müller (75.) machten schließlich alles klar.

VfB muss weiter um den Klassenerhalt zittern

Der VfB Stuttgart darf auch sechs Spieltage vor dem Saisonende hinter seine Mission Klassenerhalt noch kein Häkchen setzen. Zwar kam die Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny beim Aufsteiger Darmstadt 98 zu einem 2:2 (2:1) - für den nahezu sicheren Verbleib in der Fußball-Bundesliga hätte es dann aber doch ein Sieg sein müssen. Nur einmal war dem VfB damit in den vergangenen sieben Partien ein Dreier gelungen, die Lage bleibt trotz der Treffer von Christian Gentner (45.) und Lukas Rupp (45.+2) mit 33 Punkten daher weiterhin angespannt. Das gilt allerdings auch für die Lilien, für die Sandro Wagner (26.) und Peter Niemeyer (51.) trafen und die mit 29 Zählern nur hauchdünn vor den Abstiegsrängen liegen.

Mainz auf Europa-Kurs

Der FSV Mainz 05 marschiert weiter Richtung Europapokal. Dank des 4:2 (2:2) am Samstag gegen den FC Augsburg verbesserte sich die Mainzer mit jetzt 44 Punkten zumindest bis zum Sonntag auf den fünften Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Augsburg schwebt hingegen nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie in größter Gefahr. 31.780 Zuschauer, darunter der künftige Mainzer Manager Rouven Schröder, feierten die beiden 05er-Doppeltorschützen Pablo De Blasis (24., 53. Minute) und Christian Clemens (13., 76.). Augsburg war durch Caiubi (9.) früh in Führung gegangen. Der ehemalige Mainzer Ja-Cheol Koo (40.) hatte vor der Pause noch einmal ausgeglichen.

Bayern siegt knapp über Frankfurt

Der FC Bayern stimmt sich dank Franck Ribéry mit einem ungefährdeten Sieg auf Benfica Lissabon ein. Drei Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League siegten die Münchner auf dem Weg zum vierten Meistertitel in Serie mit 1:0 (1:0) die abstiegsgefährdete Frankfurter Eintracht. Ribérys zweites Saisontor in der 20. Minute reichte den Münchnern. Von den defensiven, aber auch nicht ehrfürchtigen Gästen ging kaum Gefahr aus. Bayern-Trainer Pep Guardiola ließ Leistungsträger wie Douglas Costa, Arturo Vidal oder Joshua Kimmich lange oder ganz auf der Bank.

sid/dpa

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