Im Quartier der deutschen Nationalmannschaft

"Spagat bei Länderspielen": Niersbach-Rücktritt beschäftigt Löw

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Joachim Löw und Wolfgang Niersbach bei einem Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Augsburg im Jahr 2013.

München - Der Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach überlagert auch im Quartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorerst die Konzentration auf die bevorstehenden Länderspiele. Joachim Löw reagierte "sehr betroffen".

Niersbach war ein größerer Förderer des DFB-Teams und auch als Delegationsleiter für die Reise zum ersten Testspiel in Frankreich vorgesehen. „Er war für uns jederzeit ein hervorragender Ansprechpartner. Deswegen tut es mir persönlich sehr, sehr leid, dass er zurückgetreten ist“, sagte Löw.

Trotzdem geht der Alltag weiter. Am Dienstagnachmittag wird der von Kapitän Bastian Schweinsteiger angeführte Kader erstmals auf dem Gelände des FC Bayern trainieren. Dabei will Löw die Spieler je nach Fitnesszustand belasten.

Löw: "Wollen uns in Frankreich gut verkaufen"

Der Leverkusener Christoph Kramer soll im Tagesverlauf als letzter Akteur verspätet eintreffen. Nach Angaben von Löw hatten die Ärzte nach einer „starken Grippe“ des Weltmeisters dazu geraten, dass Kramer mit einem Tag Verzögerung nach München kommt.

Der Bundestrainer sprach nach dem Treffpunkt seines Aufgebotes von einem „Spagat“, der in den Partien am Freitag in Paris und auch vier Tage später in Hannover gegen die Niederlande gelingen müsse. „Wir wollen uns natürlich in Frankreich gut verkaufen und versuchen, ein gutes Ergebnis zu machen“, sagte Löw zur reizvollen Aufgabe beim Gastgeber der Europameisterschaft im Sommer 2016. Der 55-Jährige möchte den Test aber auch für Experimente nutzen: „Ich bin auch in der Pflicht, manche Dinge auszuprobieren im Hinblick auf die EM.“

dpa

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