RB-Trainer sucht Erklärungen: "Es wird nicht leichter"

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Trainer Ralph Hasenhüttl verlor sein erstes Pflichtspiel mit RB Leipzig. Foto: Thomas Eisenhuth

Das tut gleich richtig weh. RB Leipzig ist raus. Als erster Bundesligist verabschiedet sich der Aufsteiger. Der Coach sucht nach Erklärungen: Eine starke Halbzeit reicht nicht. Seine Prognose: Einfacher wird es in der Liga auch nicht.

Dresden (dpa) - Ralph Hasenhüttl suchte nach Erklärungen für das, was RB Leipzig einfach nicht passieren durfte. Und der neue Coach des viel diskutierten Aufsteigers prophezeite seinem Team nach dem DFB-Pokal-Erstrundenaus beim Zweitligisten und Sachsen-Rivalen Dynamo Dresden:

"Eines kann ich jetzt schon versprechen: In der Bundesliga wird es nicht leichter." Zumal er vor dem Start am kommenden Sonntag bei 1899 Hoffenheim auch noch um Kapitän Dominik Kaiser und Naby Keita bangen muss. Kaiser erlitt eine Sehnenverletzung, Keita eine schwere Mittelfußprellung. Beide fallen vorerst aus. Wie lange, ist derzeit unklar.

Der Schmerz über den verschossenen Elfmeter dürfte bei Kaiser am Samstag aber größer gewesen sein. Als einziger scheiterte er, nachdem er in der regulären Spielzeit vom Punkt noch getroffen hatte. Bei der Entscheidung war er aber schon verletzt.

Dank seines verwandelten Handelfmeters hatte Leipzig nach den ersten 45 Minuten eigentlich beruhigend vorn gelegen. Aber dann. "Die zweite Halbzeit war sehr einschneidend für uns, weil wir das gut aufgebaute Spiel durch eine ungünstige Situation aus der Hand gegeben und unser eigenes Spiel komplett vernachlässigt haben. Das müssen wir in Zukunft unbedingt verbessern", betonte Kaiser, der im Gegensatz zu den meisten anderen RB-Profis nach dem Spiel Rede und Antwort stand.

Nach Marcel Sabitzers (15.) Führung hatte Kaiser (45.) diese ausgebaut. Das hätte Sicherheit geben müssen. Doch es sorgte eher für Lethargie bei den Leipzigern. Der schnelle Anschluss durch einen Foulelfmeter des früheren RB-Stürmers Stefan Kutschke (47.) tat ein Übriges, die Dresdner und ihre Fans drehten auf.

"Dass nach dem 1:2 die Menge tobt, ist klar. Trotzdem ist es nicht klar, weshalb wir uns dann so von unserem Spiel haben abbringen lassen. Es gab keinen Grund, so außer Tritt zu kommen", sagte Hasenhüttl. In der 78. Minute musste er den zweiten Gegentreffer mitansehen, wieder hatte Kutschke (78.) getroffen.

Hasenhüttl suchte weiter nach Erklärungen. "Wir haben eine junge Mannschaft, die noch nicht so weit ist, dass das ganz locker weggeschüttelt wird. Deswegen ist der Gegner immer stärker geworden. Dann kriegen wir das 2:2, das so nicht passieren darf", sagte er. Vom so gefürchteten Gegenpressing war nichts mehr zu sehen, auch die Spritzigkeit und das gepflegte Passspiel blieben auf der Strecke.

Im Elfmeterschießen war es ausgerechnet Kaiser, der verschoss. Noch nie hatte der Stratege zuvor für die Leipziger Profis einen Elfmeter verschossen. "So ist Fußball. Ich habe mich falsch entschieden beziehungsweise recht lange überlegt, und das sollte man nicht machen", meinte er. Seinen harmlosen Schuss parierte Dynamo-Schlussmann Marvin Schwäbe, ehe Aias Aosman für die Entscheidung sorgte. Hasenhüttls Pokalbilanz bleibt "unterirdisch": Erst einmal überstand er mit einem von ihm trainierten Team die erste Runde.

Dynamo dagegen hat zum dritten Mal in der noch jungen Saison gezeigt, dass man den Zweitliga-Aufsteiger nicht unterschätzen und abschreiben darf. Dreimal holte man Rückstände auf. "Mich hat fasziniert, dass die Mannschaft in der Halbzeit trotz des 0:2 glaubhaft versichert hat, daran zu glauben, dass man das Spiel noch dreht", meinte Trainer Uwe Neuhaus.

Das Hochsicherheitsspiel war insgesamt ruhig geblieben. Doch im Nachhinein sorgte eine offensichtliche Protestaktion gegen Leipzig für Aufsehen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, wurde ein abgetrennter Bullen-Kopf in den Stadioninnenraum geworfen.

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