Teures Vergnügen für die "Knappen"

Fix: Weinzierl wird Schalker, Schuster übernimmt FCA

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Von Augsburg zu Schalke 04: Markus Weinzierl trainiert künftig den Europa-League-Teilnehmer.

Augsburg - Das Trainer-Roulette hat ein Ende gefunden. Markus Weinzierl wechselt vom FC Augsburg zu Schalke 04. Dafür holen die Schwaben Ersatz aus Darmstadt.

Schalke 04 hat endlich seinen Wunschtrainer Markus Weinzierl, der FC Augsburg in Dirk Schuster adäquaten Ersatz gefunden - und bei Darmstadt 98 tut sich die nächste Großbaustelle auf. Der doppelte Trainer-Wechsel in der Fußball-Bundesliga ist perfekt.

Der FC Augsburg bestätigte am Donnerstagabend den Abgang von Erfolgscoach Weinzierl zu Schalke 04 und gab gleichzeitig die Verpflichtung des bisherigen Darmstädters Schuster bekannt. Wenig später zogen auch die "Königsblauen" nach.

Schuster erhält derweil in Augsburg einen Dreijahresvertrag. Über die jeweiligen Ablösesummen machten die Vereine keine Angaben, sie dürften aber jeweils im siebenstelligen Bereich liegen, für Weinzierl sollen rund fünf Millionen Euro fällig werden.

FCA dankt Weinzierl "für vier gute Jahre"

"Trotz eines langfristigen Vertrages hat sich Markus Weinzierl entschieden, den FCA zu verlassen, um seinen weiteren Weg beim FC Schalke fortzusetzen. Wir bedanken uns bei ihm für vier gute Jahre in der Bundesliga", sagte Augsburgs Präsident Klaus Hofmann.

Weinzierl tritt die Nachfolge von André Breitenreiter an, der mit den Schalkern die Teilnahme an der Champions League verpasst hatte und trotz Vertrages bis 2017 gehen musste. Der 41-Jahre alte Weinzierl hatte den FCA 2012 übernommen und in der Saison 2014/15 auf Rang fünf und damit zur Teilnahme an der Europa League geführt.

Im Interview mit der Zeit hatte er am Dienstag bereits den Abschied von den bayerischen Schwaben verkündet. Eine Trennung sei "die richtige Entscheidung für beide Seiten", sagte er, "wir haben alles erreicht, was wir zusammen erreichen konnten, jetzt muss einer mit neuen Ideen und neuen Visionen übernehmen."

Weinzierl will nicht kneifen

Weinzierl freut sich auf die Herausforderung bei S04. "Was würden Sie denn an meiner Stelle machen? Soll ich kneifen, weil ich möglicherweise scheitern könnte?", sagte er der Zeit und ergänzte: "Ich weiß, dass das nicht einfach wird. Aber was habe ich denn zu verlieren? Wenn es schiefgeht, dann bin ich einer von vielen, die es nicht geschafft haben." Aber: "Es wird nicht schiefgehen. Weil ich mich lange darauf vorbereitet habe."

Auch Schuster entschied für die bessere sportliche Perspektive. Geschäftsführer Stefan Reuter sagte über den neuen Coach: "Wir freuen uns, mit Dirk Schuster einen Trainer gefunden zu haben, der absolut zur Philosophie des FC Augsburg passt. Gemeinsam mit ihm wollen wir die erfolgreiche Entwicklung des FCA in der Bundesliga fortführen."

Darmstadt sucht Schuster-Nachfolger wohl in der 2. Liga

Offen bleibt, wer in Darmstadt Schuster-Nachfolger wird. Als Kandidaten gelten Stefan Ruthenbeck (Greuther Fürth), Norbert Meier (Arminia Bielefeld) und Alois Schartz (SV Sandhausen). "Nach einer tollen, unvergesslichen, erfolgreichen Zeit in Darmstadt freue ich mich auf die neue Herausforderung in Augsburg", sagte Schuster, der seine Assistenten Sascha Franz und Frank Steinmetz mit zum FCA nimmt.

Für den Klub ist der Verlust des von den Fans als "Architekt des Lilien-Wunders" gefeierten Schusters ein herber Verlust. Auch dem Kader droht ein Aderlass. Der Wechsel von Abwehrspieler Konstantin Rausch zum 1. FC Köln ist perfekt, Torhüter Christian Mathenia zieht es zum Hamburger SV, und auch Torjäger Sandro Wagner steht vor dem Absprung. "Man sagt ja, dass in jeder Veränderung auch eine Chance liegt. Die Neubesetzung des Trainerpostens hat jetzt Priorität", sagte Präsident Rüdiger Fritsch. Vor ihm und der Darmstädter Führungsebene steht ein arbeitsintensiver Sommer.

Derweil wird der frühere Bundesliga-Profi Holger Fach bei den "Lilien" ab sofort den Posten des Sportlichen Leiters übernehmen und seinen klubinternen Aufstieg damit fortsetzen: Nachdem der 53-Jährige als Scout für die 98er unterwegs war, arbeitete er ab dem 1. April fest in den Bereichen Kaderplanung und Scouting.

sid

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