Vergleich mit Klose

Gomez will lieber polarisieren als langweilig zu sein

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Mario Gomez.

Istanbul - Mario Gomez will seine Kritiker nicht mehr überzeugen - stattdessen hat er Frieden mit ihnen geschlossen. Zu polarisieren sei besser, als langweilig zu sein.

Nationalspieler Mario Gomez hat seinen Frieden mit seinen Kritikern geschlossen. „Das Polarisierende ist vielleicht Teil meiner Karriere, das wird immer so sein“, sagte der Stürmer, für den Besiktas Istanbul im Sommer die Kaufoption ziehen will, in einem Interview mit der FAZ: „Ich finde es inzwischen sogar ganz gut - besser jedenfalls, als langweilig zu sein.“

Als junger Spieler habe er „diese Leute“, die ihn ausgepfiffen haben, „immer überzeugen wollen. Mittlerweile will ich nur noch Spaß haben und mich nicht beeinflussen lassen. Miro Klose ist doch das beste Beispiel dafür, wie schnell es gehen kann. Er war vor der WM 2010 für viele das rote Tuch schlechthin, als er dann vier Jahre später als Weltmeister abgetreten ist, war er wieder Everybody“s Darling. Auch Mesut Özil wurde schon öfters ausgepfiffen, und das ist wahrscheinlich der genialste Fußballer, den wir haben oder je hatten.„

Mit Bundestrainer Joachim Löw habe er derweil `nie Streit“ gehabt, versicherte der 30-Jährige: „Er war immer offen und ehrlich. Natürlich war es hart, die WM zu verpassen. Aber wenn ich einen Groll hatte, dann auf mich, auf meinen eigenen Körper, weil er mich zwei Jahre im Stich gelassen hat. So sehe ich es auch für die Zukunft. Wenn der Körper so bleibt, wie er jetzt ist, dann habe ich eine sehr gute Chance, dabei zu sein.“

Bei der EM 2016 könnte Gomez, der im November 2015 sein Nationalmannschafts-Comeback nach 14 Monaten gefeiert hatte, gar einen ganz besonderen Moment erleben. „Ich weiß, dass am 10. Juli das Finale ist, das ist mein Geburtstag“, sagte der Stürmer, der mit 13 Toren die Torjägerliste in der Türkei anführt: „Da könnte ich mir ein schönes Geschenk machen.“

sid

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