Debüt für Rückkehrer Kuranyi

So liefen die Generalproben der Bundesligisten

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Stuttgarts Florian Klein (r.) kämpft um den Ball mit Wilfried Bony von Manchester City.

Düsseldorf - Jubel in Stuttgart, Pfiffe in Hannover. Bei den letzten Testspielen der Fußball-Bundesligisten eine Woche vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal gab es Licht und Schatten.

Debüt für Bundesliga-Rückkehrer Kevin Kuranyi, Comeback von Sorgenkind Adrian Ramos, Rückschlag für Abwehrchef Ömer Toprak. Die Generalprobe für die neue Saison verlief nicht bei allen Fußball-Bundesligisten wunschgemäß. Eine Woche vor dem Start in den DFB-Pokal trübte die Verletzung von Stammkraft Toprak in Leverkusen die Stimmung. Dagegen schürte der erste Einsatz des ehemaligen Nationalstürmers Kuranyi für Hoffenheim und der Treffer von BVB-Profi Ramos am Ende einer dreimonatigen Zwangspause die Vorfreude.

Nach fünf Jahren in Moskau kehrte Kuranyi auf die nationale Bühne zurück. Beim 0:0 der Hoffenheimer gegen den Premier-League-Aufsteiger Bournemouth wurde er in der 56. Minute eingewechselt. Mit einem schnellen Sprung in die Startelf rechnet der Neuzugang jedoch nicht. "Der Pokal kommt auf jeden Fall noch zu früh. Und ich glaube, dass es auch mit dem Bundesligastart eng wird", sagte Kuranyi der "Bild am Sonntag" mit Verweis auf seinen großen Trainingsrückstand.

Ob Bayer-Abwehrspieler Toprak in den ersten Pflichtspielen dabei ist, scheint fraglich. Zum Leidwesen seines Trainers zog sich der Profi beim 3:1 gegen Chievo Verona eine Oberschenkelblessur zu - bei seinem Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 2:1 (41.). Die Freude von Roger Schmidt über den starken Auftritt seiner Mannschaft hielt sich deshalb in Grenzen. "Es ist jedenfalls nichts Kurzfristiges", antwortete der Coach auf Nachfragen nach der Verletzung.

Als Muster ohne Wert erwies sich das 3:1 des BVB über Betis Sevilla. So schonte Thomas Tuchel all jene Stars, die in der Europa-League-Qualifikation beim Wolfsberger AC zwei Tage zuvor in der Startelf gestanden hatten. Die Begeisterung des neuen Dortmunder Trainers hielt sich in Grenzen: "Das Spiel war niveauarm und ohne positive Erkenntnisse." Für einen der wenigen Lichtblicke sorgte der von einer Sprunggelenkverletzung genesene Ramos bei seinem Treffer zum 1:0 (36.). Dessen Fortschritte kommen Tuchel gerade recht. Schließlich war die Auswahl an Kandidaten für das Sturmzentrum nach der Ausleihe von Ciro Immobile (Sevilla) zuletzt begrenzt.

Wenig erfreulich verlief der letzte Test für Hannover 96, Hertha BSC und Mainz 05. Beim 0:1 der Norddeutschen gegen den AFC Sunderland gab es Pfiffe von den Rängen. "Bei eigenem Ballbesitz war es dünn", bekannte 96-Trainer Michael Frontzeck. Nicht viel besser erging es seinem Berliner Kollegen Pal Dardai. Die Hertha bestimmte zwar über weite Strecken die Partie, bekam aber beim 0:2 gegen CFC Genua Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität.

Mainz kassierte beim englischen Zweitligisten Rotherham United ein 1:2. Drei Tage nach dem starken Auftritt gegen Lazio Rom (3:0) mangelte es in der Schlussphase an Stehvermögen, um die 1:0 Führung durch Leon Balogun (72.) über die Zeit zu retten.

Für höchsten Unerhaltungswert sorgten dagegen der FC Augsburg und der VfB Stuttgart. Die Augsburger setzten sich ohne ihren vom FC Chelsea umworbenen Abwehrspieler Abdul Rahman Baba gegen den französischen Fußball-Erstligisten FC Toulouse mit 5:0 (2:0) durch. Der VfB übertraf beim imposanten 4:2 über das Starensemble von Manchester City die Erwartungen. "Wir haben gesehen, dass es gegen Mannschaften von Weltformat klappen kann. Wir müssen aber auf dem Boden bleiben", kommentierte Spielmacher Daniel Didavi.

dpa

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