EM-Qualifikation in Gefahr

Kroatien zieht Reißleine - Kovac gefeuert

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Niko Kovac ist nicht mehr Trainer der kroatischen Nationalelf.

Zagreb - Nach den enttäuschenden Ergebnissen gegen Aserbaidschan und Norwegen hat der kroatische Fußballverband die Reißleine gezogen und den Coach Niko Kovac gefeuert. Der Nachfolger steht noch nicht fest.

Der kroatische Fußballverband hat sich mit sofortiger Wirkung von Nationaltrainer Niko Kovac getrennt. Der WM-Dritte von 1998 reagierte mit der Entlassung des langjährigen Bundesligaprofis auf die zuletzt ernüchternden Ergebnisse in der EM-Qualifikation in Aserbaidschan (0:0) und Norwegen (0:2), die den Sturz auf Platz drei in der Gruppe H bedeuteten.

„So einen Tag wie in Baku hatten wir nicht erwartet. Im Fußball sind Ergebnisse nun einmal entscheidend“, begründete Verbandspräsident Davor Suker die Entscheidung, die auch Kovacs Trainerstab inklusive seines Bruders Robert betrifft.

„Wir haben 1998 in Frankreich schon einmal Geschichte geschrieben. Ich hoffe, dass wir dies bei der EM 2016 fortsetzen können“, führte der damalige WM-Torschützenkönig Suker aus, der vor 17 Jahren an der Seite von Kovac den größten Erfolg der Verbandsgeschichte erlebte.

Bei der Trainersuche will sich Suker bis zum 21. September Zeit geben. Die Verpflichtung eines ausländischen Coachs schloss der 47-Jährige aus: „Wir können kein Geld zum Fenster rauswerfen. Ein großer Name garantiert keinen Erfolg. Ich favorisiere einen einheimischen Trainer.“

Um sich sich noch aus eigener Kraft für die Endrunde in Frankreich zu qualifizieren, benötigt Kroatien aus den letzten beiden Qualifikationsspielen gegen Bulgarien (10. Oktober) und auf Malta (13. Oktober) zwei Siege.

sid

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