Zum Tod der Fußball-Legende

14 Cruyff-Zitate: "Nicht gegen Deutschland - zum Kotzen"

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Johan Cruyff ist tot.

Hamburg - Johan Cruyff fand immer klare Worte. Zum Tod der Fußball-Legende haben wir 14 Zitate zusammengestellt.

Die niederländische Fußball-Legende Johan Cruyff ist tot. Nach „einem harten Kampf mit dem Krebs“ starb die Sportikone am Donnerstag im Alter von 68 Jahren in Barcelona im Kreise von Familienangehörigen, wie Cruyffs Stiftung mitteilte. Der frühere Spielgestalter gilt als einer der besten Fußballer der Geschichte, wurde mit den Niederlanden 1974 Vize-Weltmeister und prägte auch als Trainer des FC Barcelona eine Ära. So führte Cruyff die Katalanen 1992 zum Sieg im Europapokal der Landesmeister, den er als Profi bereits dreimal mit Ajax Amsterdam gewonnen hatte.

Die Fußball-Welt trauert. „Die Niederlande haben ein Gesicht in der Welt verloren. Er hat unseren Fußball auf die Weltkarte gebracht“, kommentierte Hollands früherer Weltklassespieler Ruud Gullit die traurige Nachricht im niederländischen „Telegraaf“. „Worte können den Verlust, den wir fühlen, nicht beschrieben“, hieß es beim niederländischen Fußballverband. Der deutsche Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bezeichnete Cruyff als „einen Mann, der den Fußball transformiert“ habe. Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann schrieb: „Was für ein einzigartiger Spieler, Trainer, Lehrer und Mensch er war.“

14 Zitate der legendären Nummer 14

„Wir haben der Welt gezeigt, dass man Spaß daran haben konnte, Fußballer zu sein. Wir konnten lachen und hatten eine großartige Zeit. Ich stehe für eine Ära, in der bewiesen wurde, dass Fußball gleichzeitig attraktiv und erfolgreich sein kann, und außerdem sehr viel Spaß macht.“ (Cruyff über seine Zeit in der „Elftal“)

„Ein Titel ist gut, zwei Titel sind besser. Da läuft sich der Held, wenn er seine Orden trägt, die Absätze wenigstens gleichmäßig schief.“

„Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.“

„Der Fußball wird immer mehr durch Taktik und Geld erstickt.“ (Im Jahr 2002 zur zunehmenden Kommerzialisierung)

„Bevor ich einen Fehler mache, mache ich ihn erst gar nicht.“

„Bayern ist eine schreckliche Mannschaft, in der so genannte Stars nicht fähig sind, sich drei Mal den Ball zuzuspielen.“

„Ich habe zwei Masseure, einer spielte in der zweiten, einer in der dritten Division. Beide schießen links wie rechts problemlos. Wer aber ist von meiner Mannschaft beidfüßig? Das verstehe ich unter Technik.“ (Kritik an fehlender Flexibilität seiner Spieler)

„Wenn du hinten liegst, musst du einen Verteidiger einwechseln.“ (Cruyff mit einem interessanten Taktik-Verständnis)

„Ich glaube nicht an Gott. In Spanien bekreuzigen sich alle 22 Spieler vor jedem Spiel. Würde das irgendwas bewirken, dann gingen danach alle Spiele grundsätzlich unentschieden aus.“

„Das Schwierigste an einem leichten Spiel ist, einen schwachen Gegner schlecht Fußball spielen zu lassen.“

„Zufall ist logisch.“

„Fussballer von der Straße sind wichtiger als studierte Trainer. ` (zum Stellenwert der Trainer)

"Fußballspiele sind eine Art von Krieg.“

„Nicht gegen Deutschland - zum Kotzen!“ (Cruyff zum Halbfinal-Aus der DFB-Elf bei der WM 2010. Er hätte sich wohl gern für die Final-Pleite von 1974 revanchiert)

sid/dpa

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