Champions League

"Happy" Messi will Pariser Träume platzen lassen

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Es spricht einiges dafür, dass Messi (r) auch gegen Paris wieder ein Tor bejubeln darf. Foto: Toni Albir

Paris - 2014 war nicht das beste Jahr für Lionel Messi. In der entscheidenden Saisonphase fühlt sich der Stürmer, der mit dem FC Barcelona am Mittwoch in Paris antritt, wieder glücklich und topfit.

Nach einem enttäuschenden Jahr 2014 fühlt sich Lionel Messi wieder bereit für große Taten. Er wolle mit dem FC Barcelona das Triple holen, das der Club bisher nur 2009 bejubeln durfte, verkündete der vierfache Weltfußballer.

"Ich fühle mich wieder sehr gut, ich bin glücklich", sagte der 27-jährige Argentinier vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Paris Saint-Germain der Clubzeitschrift "Barça".

Leicht wird das "Unternehmen Paris" für die Katalanen - die in der Königsklasse wieder den deutschen Torwart Marc-André ter Stegen einsetzen werden - aber nicht. PSG blickt in den europäischen Wettbewerben auf eine Heim-Serie von 33 Spielen ohne Niederlage zurück, die letzte Pleite datiert von 2006. In der Gruppenphase bezwang das mit dem Geld der Ölscheichs aus Katar zusammengekaufte Millionärsensemble von Trainer Laurent Blanc Barcelona im Pariser Prinzenpark mit 3:2. Durch das 4:0 über den SC Bastia holte PSG am Wochenende zuvor zum fünften Mal den französischen Liga-Pokal.

Die Moral stimmt also. Aber: Blanc muss unter anderem auf Superstar Zlatan Ibrahimovic verzichten. Der 33-jährige Schwede ist ebenso fürs Hinspiel gesperrt wie der Italiener Marco Verratti. In der Abwehr fehlt zu allem Übel wegen Verletzung der Brasilianer David Luiz, der im Achtelfinal-Rückspiel bei Chelsea (2:2) sein Team mit einem Tor kur vor Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung gerettet hatte. Der Einsatz von Thiago Motta ist fraglich.

Bei Barcelona - das im Achtelfinale gegen Manchester City wenig Mühe hatte - wird unterdessen neben dem Langzeitverletzten Thomas Vermaelen nur der gesperrte und auch angeschlagene Außenverteidiger Dani Alves zuschauen müssen. Vorne setzen die Katalanen wieder auf ihr südamerikanisches Trio Messi-Neymar-Luis Suárez, und hinten soll vor allem Gerard Piqué für Sicherheit sorgen. Der Mann von Pop-Queen Shakira ist optimistisch: "PSG hat eine der besten Mannschaften der Welt und kann gegen jedes Team gewinnen, aber wir wollen eine historische Saison hinlegen."   

Angesichts der Stärke des Gegners und der fehlenden Akteure will Paris auf Nummer sicher gehen. Ziel Nummer eins sei es, ein Gegentor zu verhindern, räumte Trainer Blanc am Dienstag unumwunden ein. Dem Gegner zollt er Respekt. Es sei "ein Team, das während eines Spiels jederzeit ein Tor erzielen kann". Bei Messi wisse jeder, was er machen werde, aber dennoch sei er kaum zu stoppen.

In der Tat: Beim 2:2 des spanischen Tabellenführers beim FC Sevilla traf der "Floh" zum 399. Mal im Barcelona-Trikot. Da er im Prinzenpark in zwei Spielen gegen PSG 2013 und 2014 jeweils einmal traf und in der diesjährigen Champions League wie Erzrivale Cristiano Ronaldo von Real Madrid bereits acht Tore auf dem Konto hat, spricht einiges dafür, dass "Happy Messi" auch in Paris ein Tor bejubeln darf.

Das Rezept für seine Leistungssteigerung verrät der Mann aus Rosario gern: "Mein Sohn hat mir dabei geholfen, dass ich mich wegen des Fußballs nicht mehr verrückt mache. Es gibt im Leben wichtigere Dinge", so Messi in "Barça". Die Konkurrenz wird dem zweijährigen Thiago alles andere als dankbar sein.

Messi-Interview, Spanisch

dpa

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