Gladbach verpasst Achtelfinale - 2:3 gegen Sevilla

Die Gladbacher Christoph Kramer, Alvaro Dominguez und Granit Xhaka sind enttäuscht. Foto: Jonas Güttler
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Die Gladbacher Christoph Kramer, Alvaro Dominguez und Granit Xhaka sind enttäuscht. Foto: Jonas Güttler
Hitzig: Xhaka (l) und Vitolo von Sevilla gerieten aneinander. Foto: Roland Weihrauch
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Hitzig: Xhaka (l) und Vitolo von Sevilla gerieten aneinander. Foto: Roland Weihrauch
Carlos Bacca (v.) und Ever Banega vom FC Sevilla jubeln nach dem 0:1. Foto: Roland Weihrauch
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Carlos Bacca (v.) und Ever Banega vom FC Sevilla jubeln nach dem 0:1. Foto: Roland Weihrauch
Xhaka (l) feiert seinen zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 1:1. Foto: Roland Weihrauch
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Xhaka (l) feiert seinen zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 1:1. Foto: Roland Weihrauch
Borussias Raffael (l) und Diogo Figueiras schenkten sich nichts. Foto: Jonas Güttler
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Borussias Raffael (l) und Diogo Figueiras schenkten sich nichts. Foto: Jonas Güttler
Gladbachs Trainer Lucien Favre war angesichts der defensiven Löcher unzufrieden. Foto: Roland Weihrauch
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Gladbachs Trainer Lucien Favre war angesichts der defensiven Löcher unzufrieden. Foto: Roland Weihrauch
Xhaka musste nach einer Gelb-Roten Karte vom Platz. Foto: Jonas Güttler
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Xhaka musste nach einer Gelb-Roten Karte vom Platz. Foto: Jonas Güttler

Mönchengladbach (dpa) - Haarsträubende Abwehrfehler haben Borussia Mönchengladbach das erste Europacup-Achtelfinale seit 20 Jahren gekostet.

Der Bundesliga-Dritte wurde beim 2:3 (2:2) in einem turbulenten Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League gegen Titelverteidiger FC Sevilla bei drei Kontern bitter bestraft und verpasste damit eine Woche nach dem 0:1 in Andalusien das Weiterkommen. Treffer von Carlos Bacca (8. Minute) und zweimal Vitolo (26. und 79.) versetzten den Gladbachern vor 45 337 Zuschauern im Borussia-Park den K.o.

Granit Xhaka (19.) und Thorgan Hazard (30.) schafften zwar zwischenzeitlich den Ausgleich, zu mehr reichte es trotz deutlicher Feldüberlegenheit aber nicht mehr. Zu allem Überfluss sah Xhaka wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (68.). Damit war für die Borussia wie schon vor zwei Jahren bei der letzten Europa-League-Teilnahme im Sechzehntelfinale Endstation.

"Ich bin enttäuscht. Wenn wir das dritte Tor machen, brennt es hier richtig", sagte Nationalspieler Christoph Kramer und kritisierte die Spanier, die mit vielen Nickeligkeiten aufgetreten waren: "Mag sein, dass es heißt: Sie haben es clever gemacht. Ich könnte so nicht spielen. Das ist zwischen clever und unsportlich."

Trainer Lucien Favre zog trotz des Ausscheidens ein positives Fazit: "Wir haben eine gute Europa League gespielt. Spielerisch waren wir in beiden Spielen besser. Daraus müssen wir lernen. Nach dem 2:2 war noch alles möglich."

Wer ein zähes Geduldsspiel erwartet hatte, sah sich getäuscht. Das lag aber auch am frühen Gegentor. Nach einer Hereingabe von Aleix Vidal machte Stranzl eine unglückliche Figur, sodass Bacca den Ball ins Tor abfälschen konnte. Der Österreicher machte seinen Fehler aber schnell wieder gut, in dem er den Ausgleichstreffer mit einem langen Ball in die Spitze einleitete. Xhaka überwand dabei nach Vorarbeit von Patrick Herrmann den unsicheren Gäste-Keeper Sergio Rico mit einem Beinschuss.

Fortan drängte die Borussia auf den zweiten Treffer, wurde aber erneut kalt erwischt. Bei einem Konter der Spanier agierte Gladbachs Innenverteidiger Alvaro Dominguez viel zu halbherzig und ließ Vitolo ungehindert zum zweiten Sevilla-Treffer einschießen. Sicher stand aber auch die Hintermannschaft des Tabellenfünften der Primera Division nicht. So hatte Hazard aus kurzer Entfernung leichtes Spiel, nachdem der Ball nach einem Stolperer von Mitspieler Raffael zu ihm gekommen war. Herrmann (33.) und Xhaka (35.) hatten noch vor der Pause gute Chancen zur erstmaligen Führung.

Xhaka war genauso wie Raffael, Hazard und Dominguez von Trainer Lucien Favre im Vergleich zum HSV-Spiel am vergangenen Sonntag (1:1) zurück ins Team rotiert worden, was dem Offensivspiel gut tat. Vor allem die quirligen Raffael und Herrmann bereiteten den Spaniern auf dem nassen Untergrund immer wieder Probleme. Für "Mr. Europacup" Branimir Hrgota, der bereits acht Tore im laufenden Wettbewerb erzielte, war dagegen in der Startelf kein Platz.

In der zweiten Halbzeit zog sich der dreimalige Europa-League-Sieger noch weiter zurück und überließ den Gladbachern nahezu komplett die Spielkontrolle. Es entwickelte sich ein Dauer-Sturmlauf der Borussia, die aber gute Chancen von Max Kruse (60.), Xhaka (62.) und Hazard an den Pfosten (74.) nicht nutzen konnte. Gefährlich wurde es aber auch immer wieder bei den Kontern der Spanier. Konnte Schlussmann Yann Sommer gegen Carlos Bacca (48.) und Vidal (64.) noch zweimal glänzend retten, war er beim zweiten Tor von Vitolo chancenlos.

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