Probleme mit Viertligist Offenbach

Gladbach müht sich ins Viertelfinale

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Der Ball geht hinter Offenbachs Torwart Daniel Endres zum 0:1 ins Tor.

Offenbach - Max Kruse und Patrick Herrmann haben Borussia Mönchengladbach vor der nächsten bitteren Pokal-Pleite bewahrt. Beim Viertligisten in Offenbach spielte der Bundesliga-Dritte alles andere als souverän auf.

Sechs Tage nach dem Aus in der Europa League erreichte der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga durch ein 2:0 (0:0) beim Viertligisten Kickers Offenbach mit viel Mühe das Viertelfinale des DFB-Pokals. In Europa war in der vergangenen Woche in der Zwischenrunde Endstation.

Nationalspieler Kruse traf per Handelfmeter erst in der zweiten Halbzeit (52.) zur Führung für das Team von Trainer Lucien Favre, das gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Amateure aus der Regionalliga Südwest aber vor allem in der ersten Halbzeit große Schwierigkeiten hatte. Für die Entscheidung sorgte Herrmann (83.).

Die 20.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bieberer Berg hofften am Ende vergebens auf die Sensation - im Viertelfinale (7. /8. April) steht damit kein Amateurklub mehr.

Favre hatte sein Team nach der 2:0-Generalprobe gegen den SC Paderborn auf mehreren Position verändert. Von Beginn an spielte unter anderem der Ex-Offenbacher Andre Hahn (fünf Tore in 44 Kickers-Spielen), der schon vor dem Anpfiff von den OFC-Fans mit Sprechchören gefeiert wurde.

Wie ein Champions-League-Aspirant präsentierten sich die Gäste in der ersten Halbzeit wahrlich nicht. Das Spiel machten die Amateure, die mit hohem Kraftaufwand um jeden Zentimeter Rasen kämpften. Selbst Gladbach-Torwart Yann Sommer wurde bei nahezu jeder Aktion früh gestört.

Dabei war der Pokal-Knaller für den OFC ein Kaltstart ins neue Jahr. Seit 92 Tagen hatte der souveräne Tabellenführer der Regionalliga Südwest kein Pflichtspiel mehr absolviert. Trotzdem „werden sie für uns bereit sein“, hatte Favre zu Recht gewarnt.

Vor allem aber zeigte das Team des Schweizers selbst zunächst viel zu wenig. Die Gladbacher ließen den Ball trotz klarer technischer Überlegenheit nur sehr schleppend laufen. Die erste echte Chance hatten die Gäste, weil OFC-Innenverteidiger Stefano Maier den Ball nach einer Hereingabe von Oscar Wendt an den eigenen Pfosten (9.) grätschte.

Viel mehr kam von Gladbach danach bis zum Halbzeitpfiff nicht. Nach dem Wechsel ergaben sich mehr Räume, Kruses Elfmetertreffer gab den Gästen zudem mehr Sicherheit. Markus Müller hatte den Ball zuvor im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt. In der Folge machten die Gladbacher aber zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

Beste Offenbacher waren Benjamin Pintol und Klaus Gjasula, bei den Gäste vom Niederrhein überzeugten die Torschützen Herrmann und Kruse.

SID

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