Gladbach gewinnt 2:1 bei Hertha

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Ibrahima Traoré gelingt am Ende das entscheidende Tor. Foto: Oliver Mehlis

Weil der Joker traf, konnte Gladbach wieder jubeln: Ibrahima Traoré, in der Jugendakademie von Hertha BSC gelernt, traf in Berlin zum 2:1 - und bescherte Lucien Favre seinen 100. Sieg als Bundesliga-Trainer.

Berlin (dpa) - Noch Minuten nach dem Abpfiff genoss der Matchwinner mit seinen Kollegen die Jubelgesänge der rund 8000 Gladbacher Anhänger. Der Ex-Berliner Ibrahima Traoré hat mit dem 2:1 (1:1) bei Hertha BSC für neue Champions-League-Vorfreude bei Borussia Mönchengladbach gesorgt.

Mit seinem späten Siegtor in der 85. Minute brachte der Mann aus Guinea das Team des früheren Hertha-Coaches Lucien Favre im Duell mit Bayer Leverkusen um einen direkten Platz in der "Königsklasse" wieder mit zwei Punkten in Vorteil.

Max Kruse hatte die klar überlegenen Gäste in der 11. Minute in Führung gebracht, Valentin Stocker glich vor 55 000 Zuschauern praktisch im Gegenzug aus (13.) - Joker Traoré machte den Auswärtssieg zwölf Minuten nach seiner Einwechslung perfekt. Damit sind die Gladbacher nunmehr schon seit elf Spielen unbesiegt. So konnte Favre am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga drei Punkte im Kampf um Europa bejubeln - und zugleich seinen 100. Sieg als Trainer.

"Es war ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit", gab der Schweizer zu. "Es war schwer, aber verdient, wir hatten 72 Prozent Ballbesitz, haben das Spiel kontrolliert. Aber auch Hertha kann das Tor machen." Für die Borussia kommt es am nächsten Samstag in Mönchengladbach zum direkten Duell der Champions-League-Kandidaten mit Bayer.

Für die Berliner wird es indes noch einmal eng: Mit 34 Zählern liegt die Hertha nur noch vier Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. "Heute haben wir keinen Punkt verdient, der Gegner war besser, da muss man draus lernen", forderte Hertha-Coach Pal Dardai. "Wir sind viel dem Ball hinterhergelaufen. Am Ende schwinden natürlich auch die Kräfte", sagte Hertha-Torwart Thomas Kraft: "Dann klingelt's halt und du ärgerst dich."

Der mit dem VfB Wolfsburg liebäugelnde Kruse setzte die ersten Signale. Dem Stürmer wurde erst ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt, kurz danach markierte er nach einem verheerenden Ballverlust von Per Skjelbred und Vorbereitung von Raffael sein zehntes Saisontor.

Doch die Berliner, die seit Mitte Februar im eigenen Stadion unbesiegt waren, Salomin Kalou köpfte den Ball an die Latte, der Schweizer Stocker reagierte schneller als Gladbach-Verteidiger Roel Brouwers und markierte sein drittes Saisontor.

Favre und Dardai, der in Berlin einst 55 Bundesligaspiele unter dem Schweizer bestritt, dirigierten ihre Teams an der Seitenlinie immer wieder lautstark. Beide Mannschaften profitierten bei besten äußeren Bedingungen auch von Fehlern des Gegners. Nach Raffaels Fehlabspiel kam plötzlich Hertha-Verteidiger Peter Pekarik frei zum Schuss, verzog aber (33.).

Die größte Gelegenheit für die Gäste zur erneuten Führung vergab Xhaka. Nach risikovollem Rückspiel von Kalou und einem Querschläger von Hertha-Keeper Kraft schlenzte der 22 Jahre alte Schweizer den Ball am leeren Berliner Tor vorbei (43.).

Nach der Pause riskierte Hertha mehr - eröffnete damit allerdings den Gladbachern die besseren Chancen. Ein 20-Meter-Freistoß von Fabian Johnson strich nur knapp am Berliner Tor vorbei, wenig später klärte Kraft gegen den US-Amerikaner. Dann scheiterten Kruse (63.) und Xhaka (66.) - schon da lag das 2:1 für die deutlich überlegenen Gäste in der Luft.

31. Spieltag Fußball-Bundesliga

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