Nationalelf ist bereit für den Auftakt

Löw fordert volle Kampfkraft - Schweinsteiger im Wartestand

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Joachim Löw erwartet eine schwierige Gruppenphase.

Évian-les-Bains - Die Nationalmannschaft fühlt sich "bereit" für die EM. Löw sieht sein Team schon gegen die Ukraine richtig gefordert. Schweinsteiger fehlt noch die nötige Substanz, Hummels tastet sich näher ans Team heran.

Der Weltmeister sieht sich auch ohne seinen etatmäßigen Kapitän in der Anfangsformation startklar für die Europameisterschaft.

"Wir sind bereit", verkündete Assistenztrainer Thomas Schneider in Évian-les-Bains mit Blick auf das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag (21.00 Uhr) in Lille gegen die Ukraine: "Man merkt die Anspannung bei den Jungs."

Löw fordert gesamte Kampfkraft

Bundestrainer Joachim Löw erwartet, dass seine Mannschaft auch nach der Ausweitung der EM auf 24 Mannschaften schon in der Gruppenphase sehr gefordert wird. "Dass man gemütlich durch die Vorrunde kommt, ist bei einem Turnier nie der Fall - und jetzt ganz besonders nicht", sagte Löw vor dem Ernstfall in Lille.

Als Weltmeister dürfe man sich nicht allein auf die spielerischen Fähigkeiten verlassen. "Das wäre ein großer Fehler. Wir werden unsere gesamte Kampfkraft investieren müssen", mahnte Löw. Nach der Erhöhung der Teilnehmerzahl könnte in Frankreich sogar schon Platz drei zum Achtelfinaleinzug ausreichen. "Wir sind topvorbereitet", erklärte Edeljoker André Schürrle nach dem Feinschliff am Genfer See. "Unsere Mannschaft steht eigentlich", sagte Schneider, ohne die Aufstellung zu verraten. Erwartet wird eine Startelf mit bis zu zehn Weltmeistern von Brasilien.

Gute Nachrichten in Sachen Hummels und Schweinsteiger

Bastian Schweinsteiger wird die deutsche Elf nach seiner langwierigen Knieverletzung in Lille noch nicht aufs Feld führen. Der 31-Jährige kommt nach seinem Kurz-Comeback beim 2:0 gegen Ungarn maximal als Einwechselspieler in Frage. Schweinsteiger habe "sicher noch nicht die Substanz, um über einen längeren Zeitraum zu gehen", berichtete Schneider im Teamquartier. "Basti ist auf alle Fälle fit und kann für uns ein sehr wichtiger Spieler sein", sagte Löws Assistent.

Bilder: Das ist der DFB-Kader für die Fußball-EM 2016

Erfreuliche Nachrichten wurden aus dem DFB-Quartier über Mats Hummels übermittelt. Der Innenverteidiger könnte eventuell schon zum zweiten EM-Spiel am 16. Juni gegen Polen wieder zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Schneider kann Hummels nach einem Muskelfaserriss in der Wade das Teamtraining aufnehmen. Eine individuelle Einheit des 27-Jährigen am Freitag habe "sehr gut" ausgesehen, sagte Schneider.

Voraussichtliche Aufstellungen Deutschland - Ukraine

Deutschland: 1 Neuer (FC Bayern München/30/65) - 4 Höwedes (FC Schalke 04/28/34), 17 Boateng (FC Bayern München/27/59), 2 Mustafi (FC Valencia/23/10), 3 Hector (1. FC Köln/26/14) - 6 Khedira (Juventus Turin/29/60), 18 Kroos (Real Madrid/26/65) - 13 Müller (FC Bayern München/26/71), 8 Özil (FC Arsenal/27/73), 11 Draxler (VfL Wolfsburg/22/19) - 19 Götze (FC Bayern München/24/52)

Ukraine: 12 Pjatow (Schachtjor Donezk/31 Jahre/64 Länderspiele) - 17 Fedezki (Dnipro/31/49), 3 Chatscheridi (Dynamo Kiew/28/42), 20 Rakizki (Schachtjor Donezk/26/40), 13 Schewtschuk (Schachtjor Donezk/37/53) - 6 Stepanenko (Schachtjor Donezk/26/29), 16 Sidortschuk (Dynamo Kiew/25/12) - 7 Jarmolenko (Dynamo Kiew/26/59), 19 Garmash (Dynamo Kiew/26/27), 10 Konopljanka (FC Sevilla/26/53) - 8 Sosulja (Dnipro/26/26)

Schiedsrichter: Atkinson (England)

dpa

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