Bayern-Neuzugang rockt die EM

"Er ist so schnell!" Ancelotti-Loblied auf Renato Sanches

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Traf für Portugal: Renato Sanches.

Paris - FC-Bayern-Neuzugang Renato Sanches rockt die EM. Das ist auch dem künftigen Münchner Trainer Carlo Ancelotti aufgefallen, der ein Loblied auf den Portugiesen singt.

Der FC Bayern gratulierte schon wenige Sekunden nach dem Spiel. „Hat der Junge Nerven!“, stand in einer der Twitter-Nachrichten, mit denen der Rekordmeister den Halbfinal-Einzug Portugals und vor allem den Beitrag seines neuen Millionen-Einkaufs Renato Sanches zu dem Erfolg würdigte. Seit diesem Freitag ist der junge Draufgänger mit den Rastalocken auch offiziell ein Bayern-Spieler – und ganz nach dem Selbstverständnis der Roten zeigt er sich auch. Cristiano Ronaldo? Pfff, braucht kein Mensch, wenn er Sanches hat…

Er ist erst 18 Jahre alt, dieser Kraftprotz, aber schon mindestens 35 Millionen Euro teuer. Die Herren Rummenigge und Ancelotti können sich dennoch sagen, dass sie wohl keinen Cent zu viel an Benfica Lissabon überwiesen haben. „Ich freue mich darauf, mit Renato zu arbeiten“, schrieb Ancelotti in seiner EM-Kolumne für den Daily Telegraph. „Er ist so schnell mit den Füßen und im Kopf, eine richtige Persönlichkeit auf dem Platz. Und das musst du auch sein, wenn du zu einem Klub wie Bayern gehst.“

Dieses EM-Viertelfinale riss Sanches an sich, nachdem Polen schon in der 2. Minute durch Robert Lewandowski in Führung gegangen war. Renato schoss den 1:1-Ausgleich (33.). Und er knallte am Ende auch noch seinen Elfmeter in den oberen linken Torwinkel, als hätte er das unter dem Druck eines solchen Turniers schon 100 Mal gemacht.

Und so selbstsicher Sanches auf dem Platz war, so abgeklärt gab er sich nach dem Spiel. „Die Leute kritisieren uns, aber das ist uns egal. Wir sind im Halbfinale!“, meinte er. „Wir waren sehr ruhig, cool und zuversichtlich im Elfmeterschießen. Also haben wir gewonnen.“ Und warum er sich im Gegensatz zu einem Routinier wie Pepe (Real Madrid) getraut habe, selbst anzutreten? „Das Team vertraut mir. Also war ich auch selbstbewusst genug, zu schießen.“

Egal, wie weit sein Team noch kommen wird: Renato Sanches hat seine Spuren bei dieser EM längst hinterlassen. Der jüngste Spieler, der je für Portugal bei einem Turnier zum Einsatz kam, war er schon vor diesem Spiel. Der drittjüngste Torschütze der EM-Historie ist er nach Johan Vonlanthen (Schweiz) und Wayne Rooney (England) jetzt auch. Paris St. Germain und Manchester United wollten ihn auch, doch Ancelotti und Bayerns Kaderplaner Michael Reschke hatten offenbar schneller erkannt, was in dem Jungen steckt. Was wohl die künftigen Kollegen und Konkurrenten Xabi Alonso und Thiago Alcantara über Sanches denken?

tz

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