Niederländer baut seine Serie aus

Robben: Angstgegner BVB? Von wegen!

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In den letzten sieben Begegnungen gegen den BVB traf Arjen Robben sieben mal.

München - Wer, wenn nicht Arjen Robben? Zum wiederholten Mal kürt sich der Niederländer vom FC Bayern in Spielen gegen Dortmund zum Matchwinner. Und baut damit eine Serie aus.

Mitleid? Empfand BVB-Schreck Arjen Robben natürlich kein bisschen mit den Dortmundern. „Nein, warum? Ich glaube, das würden die auch nicht haben“, kommentierte der niederländische Bayern-Star, wieder einmal der Matchwinner gegen den größten nationalen Widersacher. In seinem 14. Duell für die Münchner gegen Dortmund traf Robben zum neunten Mal, fünf Tore davon hatten gar spielentscheidende Bedeutung. Darunter etwa auch sein unvergessliches 2:1 im Champions-League-Finale 2013, ebenso wie das 1:0 vergangenes Jahr im Fußball-Pokalfinale. Am Samstag war die Ausgangslage vom Spielstand her ähnlich. Wieder stand es 1:1 kurz vor Schluss, wieder setzte sich Dortmund-Spezialist Robben als Matchwinner in Szene.

„Ich war ganz überzeugt, das Ding reinzumachen“, beteuerte der Flügelstürmer mit Blick auf seinen Strafstoß, den er fünf Minuten vor Schluss im Eins-gegen-eins-Duell mit dem starken Roman Weidenfeller kühl verwandelte. Nicht zum ersten Mal spielten sich beide zusammen in einem deutschen Clásico in den Fokus. Vor zweieinhalb Jahren hielt der BVB-Torwart in der Bundesliga kurz vor dem Abpfiff Robbens Elfmeter, verhinderte den Ausgleich und sorgte damit für eine Dortmunder Vorentscheidung im Meisterschaftskampf 2011/2012. Für Robben war's der Auftakt in eine rabenschwarze Saisonendphase, die mit einem weiteren Elfmeter-Fehlschuss im ebenfalls verlorenen Königsklassen-Endspiel „dahoam“ gegen den FC Chelsea endete. Insgesamt aber lautet die eindrucksvolle Bilanz in Bayern-Pflichtspielen: 16 Elfmeter, 14 Treffer.

Voller Siegesgewissheit schnappte sich Robben diesmal nach dem Foul von Neven Subotic an Franck Ribéry den Ball, stapfte zum Elfmeterpunkt und eröffnete vor 71 000 Fans die Drei-Punkte-Party in der Münchner WM-Arena von 2006. Die Dortmunder, lange ebenbürtig, waren bedient. „Wir haben viel investiert, dafür am Ende nichts bekommen“, klagte Sebastian Kehl. Grund dafür: vor allem Robben.

Hinterher stand der Siegtorschütze noch lange mit seinem Dauer-Gegenspieler Weidenfeller zusammen und plauderte über dies und das. „Nach dem Spiel ist es vorbei, man kann das Ergebnis nicht mehr ändern. Dann geht es um Respekt füreinander“, bemerkte der 30 Jahre alte Robben nach seinem achten Bayern-Erfolg gegen die Borussen.

Dabei war noch am Freitag offen, ob der zuletzt angeschlagene Mittelfeldprofi überhaupt würde spielen können. Oberschenkelprobleme setzten dem verletzungsanfälligen Holland-Flitzer zu, einen Einsatz gegen seinen Lieblingsgegner Dortmund wollte sich Robben aber nicht entgehen lassen. Hinterher machte er den BVB-Kollegen immerhin Mut: „Trotz der Position in der Tabelle bleibt es eine Supermannschaft, die werden wieder hochkommen, da habe ich überhaupt keine Zweifel.“

dpa

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