Stadien, Schiedsrichter und Co.

Ancelotti erkundigte sich bei Hecking über die Bundesliga

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Carlo Ancelotti trainiert seit dieser Saison den FC Bayern.

München - Carlo Ancelotti ist ein alter Hase im Trainer-Business. Dennoch scheint er in Sachen Bundesliga noch nicht ganz auf dem Laufenden zu sein - weshalb er sich an Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking wandte.

Juventus Turin, FC Chelsea, Real Madrid - Carlo Ancelotti hat schon die ganz großen Vereine Europas trainiert. Klar also, dass er viel Erfahrung mit nach München brachte, als er zu dieser Saison den FC Bayern übernahm. Doch das Wissen über eine Sache war wohl noch nicht ausgeschöpft: die Bundesliga. Deshalb holte sich der 57-Jährige Rat bei einem, der die deutsche Liga in- und auswendig kennt: Dieter Hecking (51), seit zehn Jahren selbst Trainer in der Bundesliga.

Beim Forum der Elite-Trainer der Uefa im Schweizer Nyon waren sich Hecking und Ancelotti über den Weg gelaufen - und diese Chance nutzte Ancelotti offenbar, um den Wolfsburg-Coach auszuquetschen. "Außer über die Bundesliga-Stadien hat er sich auch über Spielsysteme und die Bundesliga-Schiedsrichter erkundigt", erzählte Hecking der Bild am Sonntag. Der Trainer des VfL Wolfsburg habe bei dem Gespräch einen sehr positiven Eindruck vom neuen Bayern-Coach gewonnen. Und noch eine Sache scheint Hecking während des Gesprächs beeindruckt zu haben: "Wir haben viel auf Deutsch miteinander gesprochen." 

Nach Nyon waren unter anderem die Trainer der Achtelfinalisten der Champions-League-Saison 2015/2016 eingeladen. Neben Hecking und Ancelotti tummelten sich in der schweizerischen Stadt also auch Arsene Wenger und José Mourinho. Über den Portugiesen hatte Hecking ebenfalls Spannendes zu berichten: "Er sagt nicht 50 Sätze, sondern drei oder vier. Aber die haben es in sich." 

Ein bekannter Name fehlte allerdings bei dem zweitägigen Trainer-Treffen in der Schweiz: Pep Guardiola. Der Neu-Coach des Premier-League-Klubs Manchester City war in Nyon nicht anzutreffen, als es unter anderem um die Abschaffung der Verlängerung oder die EM in Frankreich 2016 ging. 

Carlo Ancelotti hat in München gerade erst mit der Nominierung eines ganz bestimmten Spielers für Aufsehen gesorgt. Dessen Nachname lautet Götze - aber es handelt sich nicht um Mario.

mes

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