Triple-Traum lebt

Barca lässt es krachen - und will noch mehr

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Nach der Meisterschaft lechzt der FC Barcelona nach dem Triple.

Barcelona - Der 23. Meistertitel in Spanien soll für den FC Barcelona nur der erste Schritt auf dem Weg zum Triple gewesen sein.

Die Spieler um Superstar Lionel Messi ließen es in der Nobel-Disco Opium bis zum Sonnenaufgang richtig krachen, der 23. Meistertitel soll für den FC Barcelona aber nur der Auftakt in unvergessliche Partywochen gewesen sein. Der Erfolgshunger von Messi, Neymar und Co. ist noch lange nicht gestillt, der Gewinn des Triples das große Ziel. „Jetzt müssen wir es zu Ende bringen“, sagte Trainer Luis Enrique nach dem 1:0-Erfolg bei Titelverteidiger Atletico Madrid.

Im Pokalfinale am 30. Mai im eigenen Stadion gegen Athletic Bilbao und am 6. Juni im Champions-League-Endspiel gegen Juventus Turin in Berlin gelten die Katalanen als großer Favorit. „Wir müssen uns die beiden anderen Titel noch verdienen und besser als der Gegner sein. Ich hoffe, dass es eine neue Ära werden kann“, sagte Enrique, der auf den Spuren Pep Guardiolas wandelt. Der Bayern-Coach hatte Barca in seiner Premierensaison 2009 ebenfalls zum Triple geführt.

Bei den möglichen weiteren Jubelfeiern will auch Marc-Andre ter Stegen mittendrin statt nur dabei sein. Der deutsche U21-Nationaltorwart spielte in der Meisterschaft in dieser Saison keine Minute, im Pokal und in der Königsklasse ist er aber Barcas Nummer eins. Bei den wilden Freudentänzen auf dem Platz und in der Kabine stand der 23-Jährige daher (noch) nicht im Mittelpunkt.

Bis Donnerstag trainingsfrei

Auf dem Rückflug nach Barcelona stießen die Spieler mit Coach Enrique und Präsident Josep Maria Bartomeu über den Wolken mit Champagner an, nach der Ankunft ging es in die Disco am Strand. Enrique gab sicherheitshalber bis Donnerstag trainingsfrei. „Das ist der wichtigste Titel. In der Meisterschaft steht man jede Woche im Wettbewerb. Die Champions League hat mehr Prestige, aber dieser Titel ist wichtiger“, begründete Nationalspieler Sergio Busquets die spontane Party.

Die Konkurrenz erkannte die Überlegenheit Barcelonas in dieser Saison neidlos an, Rekordmeister Real Madrid übermittelte sofort nach Spielschluss seine Glückwünsche an den Erzrivalen. Besonders das Sturm-Trio Messi, Neymar und Luis Suarez setzte neue Maßstäbe. Messi schoss Barcelona bei Atletico mit seinem 41. Saisontor zum Titel. In der Primera Division war das Trio für 79 der 108 Treffer verantwortlich (Neymar: 22/Suarez: 16). „Messis Liga“, titelte die Sportzeitung Marca am Montag.

Rund 12.000 Barca-Fans feierten bis tief in die Nacht in der Innenstadt die Meisterschaft, die offizielle Titelfeier wird nach dem abschließenden Spiel am Samstag gegen Deportivo La Coruna folgen. Präsident Bartomeu zollte dem anfangs nicht unumstrittenen Enrique ein dickes Lob. „Der Trainer hat einen fantastischen Job gemacht. Man sieht, dass das Team auch am Ende der Saison noch über die notwendige Frische verfügt“, sagte Bartomeu und kündigte weitere Großtaten an: „Das erste Objekt ist eingefahren. Der nächste Schritt ist der Gewinn des Pokals.“

SID

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