Nur Remis gegen Frankfurt

Europa-Rekord ade: Eintracht luchst Bayern Punkt ab

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Der Ball war hart umkämpft: Frankfurts Carlos Zambrano im Duell mit Robert Lewandowski.

Frankfurt - Die Siegesserie des FC Bayern in der Bundesliga ist gerissen. Gegen Eintracht Frankfurt gelang den Münchnern lediglich ein Remis.

Die Rekordjagd der Unersättlichen ist beendet: Nach zehn Siegen in Serie hat Bundesliga-Dominator Bayern München erstmals im Liga-Alltag geschwächelt. Zum Auftakt des 11. Spieltags kam der Rekordmeister bei Eintracht Frankfurt trotz drückender Überlegenheit nur zu einem 0:0 - der zweimalige englische Titelträger Tottenham Hotspur (1960/61) bleibt in den fünf europäischen Top-Ligen damit der einzige Verein mit elf Siegen zum Saisonstart.

Wollen die Münchner international wieder in die Spur finden, bedarf es am kommenden Mittwoch einer Steigerung. Dann gastiert in München in der Champions League der FC Arsenal, der das Hinspiel in London für sich entschieden hatte.

Die Vorzeichen für den Bayern-Rekord standen statistisch sehr gut. Die vergangenen sechs Duelle mit der Eintracht hatte der deutsche Meister jeweils zu Null gewonnen, „Achtung! Achtung! Achtung!“, warnte Guardiola vielleicht auch deshalb vor dem möglicherweise einkehrenden Schlendrian. Mehr Sorgen bereiteten dem Spanier aber die permanenten Lobeshymnen nach den vor allem auf nationalem Parkett berauschenden Auftritten der jüngeren Vergangenheit.

Guardiolas Skepsis war eigentlich nicht berechtigt, vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena nahmen seine Schützlinge die Angelegenheit mit der nötigen Seriösität in Angriff. Im Frankfurter Bollwerk - die Gastgeber versammelten sich wie eine Handballmannschaft vor dem eigenen Strafraum - fanden die drückend überlegenen Bayern in den ersten 20 Minuten aber nur einmal eine Lücke. Arturo Vidal (11.) scheiterte dabei aus kurzer Distanz per Kopf.

Natürlich setzte sich das Spiel auf ein Tor auch in der Folge fort. Torgefahr strahlten die Bayern aber selten aus. Torjäger Robert Lewandowski (24.) und Javier Martinez (30.) verzeichneten die einzigen Chancen zur Führung.

Auf der anderen Seite beschränkten sich die zuletzt kriselnden Frankfurter auf gelegentliche Konter. Die Nadelstiche taten den Münchnern keinesfalls weh - Weltmeister Manuel Neuer erlebte einen ganz entspannten ersten Durchgang.

Das galt freilich nicht für Eintracht-Keeper Lukas Hradecky, der Glück hatte, dass Douglas Costa neun Sekunden nach Wiederanpfiff freistehend verzog. Fortuna auf seiner Seite hatte auch Neuer, der die Chance von Marc Stendera (54.) nach einem missglückten Abschlag parierte.

Die Aktion war zwar nur ein Zufallsprodukt - sie passte aber irgendwie ins Bild. Die Münchner schienen, vielleicht auch wegen der fortgeschrittenen Zeit, in dieser Phase etwas hektisch. Und das führte dazu, dass die Hausherren nun mutiger agierten und die Zweikämpfe entschlossener führten. Lewandowski bot sich dennoch die Chance zum Sieg (80.).

Costa und Jerome Boateng ragten bei den Gästen heraus. Die besten Frankfurter waren Stendera und Stefan Aigner.

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