Forderung nach Umstrukturierung in FIFA

DFL-Boss Rauball befürchtet Blatters Verbleib

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Zweifelt mehr denn je an der FIFA und deren Boss Sepp Blatter: DFL-Präsident Reingard Rauball erhofft sich schnelle Reformen im Weltverband.

Berlin - FIFA ist für Reinhard Rauball das Unwort des Jahres. Der DFL-Boss glaubt FIFA-Boss Sepp Blatter kein Wort mehr und fordert Umstrukturierungen im Weltverband.

Liga-Präsident Reinhard Rauball traut FIFA-Chef Joseph Blatter nicht über den Weg und hat sich für eine Umstrukturierung der Führungsspitze des Fußball-Weltverbandes ausgesprochen. Er schließe nicht aus, dass Blatter tatsächlich seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt. „Dass es Blatter nicht immer ernst gemeint hat mit seinen Aussagen über seine Amtszeit, hat schon seine Kandidatur 2011 bewiesen. Damals hat er versprochen, dass es seine letzte Amtszeit ist. Dieses Versprechen war 2015 reinste Makulatur“, sagte der Präsident von Borussia Dortmund dem Magazin „Sport Bild“.

Laut Rauball muss innerhalb der FIFA ein kompletter Neuanfang her. Der 68-Jährige denkt dabei an die Installierung eines Aufsichtsrates von zwölf Personen. Dieses Gremium müsse einen Vorstand berufen und diesen auch kontrollieren.

Rauball richtet seine Kritik auch an den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert, der als Vorsitzender der rechtssprechenden Kammer innerhalb der FIFA-Ethikkommission für die Veröffentlichung des Garcia-Reports sorgen könnte. „Ich finde, die Zusicherung der Vertraulichkeit widerspricht dem Auftrag der Aufklärung und ist unter diesem Gesichtspunkt ein Skandal.“ Für den Jurist Rauball ist die FIFA das Unwort des Jahres.

dpa

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