Nach Auftaktniederlage in Monaco

CL: Leverkusen gegen Benfica unter Zugzwang

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Bayer Leverkusen um Stürmer Stefan Kießling steht im zweiten Vorrundenspiel der Champions League gegen Lissabon bereits unter großem Druck.

Leverkusen - Am zweiten Spieltag der Champions League geht es für Bayer 04 Leverkusen gegen Benfica Lissabon. Sportchef Rudi Völler spricht bereits von einem Endspiel.

Für Rudi Völler ist es bereits ein Finale, für seinen Geschäftsführer-Kollegen Michael Schade die Chance zur Wiedergutmachung. Für Bayer Leverkusen steht nach der 0: 1-Auftaktpleite in der Champions League bei AS Monaco bereits im zweiten Gruppenspiel am Mittwochabend gegen Benfica Lissabon (20.45 Uhr/Sky) eine Menge auf dem Spiel. Bei einer weiteren Pleite gegen den portugiesischen Rekordmeister rückt das Achtelfinale in weite Ferne.

„Natürlich ist es unser Ziel, unseren ersten Sieg zu feiern. Denn es sind ja nur sechs Spiele in der Gruppenphase, da muss man mal mit dem Gewinnen anfangen“, sagt Bayer-Trainer Roger Schmidt, der trotz der Bedeutung der Partie recht entspannt wirkte. Der 47-Jährige warnte aber vor einem zweikampfstarken Gegner, der nicht umsonst zuletzt zweimal im Europa-League-Finale gestanden habe und wisse „wie man eine Schlacht schlägt“.

Bayer-Torwart Bernd Leno, der in der Saison 2012/13 in der Europa League bei den beiden Niederlagen von Bayer im Sechzehntelfinale gegen Benfica (0:1, 1:2) im Kasten stand, erwartet ein „Spiel auf des Messers Schneide“. Der Keeper hofft, dass sein Team nach zuletzt nur einem Sieg aus fünf Spielen wieder in die Spur findet.

Das wünscht sich auch Völler. „Klar stehen wir nach der Niederlage zum Auftakt unter Druck. In der Gruppenphase der Champions League ist wirklich schon jedes Spiel ein Endspiel“, sagt der Bayer-Sportchef und unterstrich damit den Stellenwert der Partie.

Schade hofft, dass die Mannschaft die Scharte aus dem Fürstentum auswetzt. „Diese Niederlage ärgert mich immer noch. Gegen Lissabon können wir wieder viel gutmachen“, sagt der 61-Jährige vor dem Duell zwischen dem Vorletzten und dem Letzten der Gruppe C. Die Portugiesen hatten zum Start gegen Zenit St. Petersburg zu Hause mit 0:2 verloren und stehen ebenfalls schon mit dem Rücken zur Wand.

„Benfica ist eine extrem schwierige Aufgabe. Es ist eine ganz ausgeglichene Gruppe - da kommt es auf die Heimspiele an“, sagt Bayer-Ersatzkapitän Lars Bender, der den verletzten Spielführer Simon Rolfes vertritt. Neben Rolfes fehlen der Werkself auch die verletzten Julian Brandt, Kyriakos Papadopoulos und Gonzalo Castro sowie voraussichtlich auch Sebastian Boenisch, der von einer Fersenverletzung geplagt wird.

Trotz dieser Personalprobleme soll im fünften Vergleich mit Benfica, für den nur 25.000 Zuschauer erwartet werden, der erste Sieg für Bayer zustande kommen. „Drei Punkte würden uns gut tun. Deshalb werden wir Vollgas geben“, verspricht Karim Bellarabi vor dem Duell gegen den nach sechs Spieltagen in der Liga noch ungeschlagenen portugiesischen Tabellenführer, der im Gegensatz zu Bayer keine englische Woche in den Knochen hat

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Leno - Hilbert, Toprak, Spahic, Wendell - Reinartz, Bender - Bellarabi, Calhanoglu, Son - Kießling. - Trainer: Schmidt.

Lissabon: Julio Cesar - Maxi Pereira, Luisao, Jardel, Eliseu - Samaris - Salvio, Perez, Gaitan - Talisca - Lima. - Trainer: Jorge Jesus

Schiedsrichter: Martin Atkinson (England)

sid

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