2. Bundesliga am Sonntag

Leipzig springt auf Platz 1 - 1860 gewinnt Kellerduell

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RB Leipzig ließ sich das blamable Pokal-Aus nicht anmerken.

München - Nach der Pokalblamage zeigt RB Leipzig in der Liga, was möglich ist. Freiburg strauchelt gegen Braunschweig und die Löwen aus München können doch noch gewinnen - die Zweitligaspiele vom Sonntag im Überblick:

SC Freiburg - Eintracht Braunschweig 2:2 (2:0)

Der SC Freiburg steckt in der 2. Bundesliga in einer Mini-Krise. Die Breisgauer kamen im Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus und mussten die Tabellenführung nach nur einem Punkt aus zwei Spielen an RB Leipzig abgeben. Braunschweig festigte mit nun 21 Punkten seine Position in der Verfolgergruppe, Freiburg bleibt vier Zähler davor.

Vincenzo Grifo brachte den SC mit seinem sechsten Saisontor in der 15. Minute in Führung, sein Freistoß wurde unhaltbar abgefälscht. Nils Petersen erhöhte mit seinem 11. Saisontreffer per Kopf (38.). Für Braunschweig trafen Freiburgs Rechtsverteidiger Mensur Mujdza (52./Eigentor) und Salim Khelifi (60.).

Vor 23.100 Zuschauern war Freiburg von Beginn an das stärkere Team, Braunschweig agierte zunächst sehr defensiv. Zudem hatten die Gäste Glück, dass Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) ein Foul an Maximilian Philipp im Strafraum nicht mit einem Elfmeter ahndete (21.). Sieben Minuten später traf Eintracht-Profi Nik Omladic per Freistoß nur die Latte.

Auch nach der Pause hatte der Sportclub, der am vergangenen Spieltag die zweite Saison-Niederlage kassiert hatte (0:1 beim FC St. Pauli), trotz des Eigentors mehr vom Spiel. Khelifi vergab dann aber erst die Riesenchance zum Ausgleich (56.) und brachte Braunschweig mit seinem wunderbaren Schlenzer endgültig zurück.

TSV 1860 München - MSV Duisburg 1:0 (0:0)

Im Kellerduell hat 1860 München einen ersten Schritt nach vorn gemacht. Nach einem nervösen und von Versagensangst geprägtem Spiel gewann der Tabellenvorletzte dank eines späten Tores von Marius Wolf (90.+1) mit 1:0 (0:0) gegen das Schlusslicht MSV Duisburg, bei dem Trainer Gino Lettieri mehr denn je um seinen Job bangen muss.

Während 1860 zumindest den Kontakt zum Relegationsplatz hält, haben die Duisburger dorthin bereits einen Abstand von sechs Punkten.

Die Löwen waren lange nicht in der Lage, den Schwung aus der 2: 1-Pokalsensation beim FSV Mainz 05 mitzunehmen. Im zweiten Heimspiel unter der Leitung von Trainer Benno Möhlmann (61), der nach einer auskurierten Gallen-Operation auf die Bank zurückgekehrt war, hatten die Sechziger zwar optische Vorteile, waren aber im Strafraum zu harmlos.

Zu den besten Chancen gehörten vor 17.100 Zuschauern noch ein Fernschuss von Sechzig-Spielmacher Michael Liendl (61.), zwei Szenen von Stürmer Marius Wolf (64., 67.) und ein Schuss von Korbinian Vollmann (71.), doch MSV-Torwart Michael Ratajczak behielt jedes Mal die Oberhand.

Das Duell der bis dahin schlechtesten Heimmannschaft mit der schlechtesten Auswärtsmannschaft hielt über weite Strecken, was es versprach. Auch der Duisburger Mannschaft fehlten neben zündenden Ideen viele Basiselemente, dennoch hätte Zlatko Janjic (82.) treffen können.

SV Sandhausen - RB Leipzig 1:2 (1:1)

Das Team von RB Leipzig hat seine Siegesserie fortgesetzt und die Tabellenführung übernommen. Fünf Tage nach dem blamablen Zweitrunden-Aus beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching (0:3) setzte sich der Aufstiegsfavorit mit 2:1 (1:1) beim SV Sandhausen durch und löste den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg auf Platz eins ab.

Marcel Halstenberg sicherte den Sachsen im Nachschuss den vierten Sieg in Folge, nachdem Torhüter Marco Knaller einen Kopfball des eingewechselten Yussuf Poulsen abgewehrt hatte (74.). Sandhausen, ebenfalls in der zweiten Pokalrunde (3:4 im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Heidenheim) ausgeschieden, musste die erste Niederlage in der Liga seit dem 19. September (0:2 beim 1. FC Nürnberg) hinnehmen.

Das Team von Trainer-Manager Ralf Rangnick war vor 5811 Zuschauern zunächst in Rückstand geraten. Aziz Bouhaddouz schloss einen Konter der Gastgeber erfolgreich ab (27.). Nur vier Minuten später glich Dominik Kaiser per Elfmeter aus (31.). Denis Linsmayer hatte den Ball mit der Hand gespielt.

Die Sachsen bestimmten zwar über weite Strecken das Spiel, liefen sich aber häufig in der Sandhäuser Abwehr fest. Die Angriffsversuche der Gastgeber waren halbherzig, Torchancen äußerst selten.

sid

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